Am Freitagabend trafen Slavia Sofia und CSKA 1948 im zehnten Spieltag der Ersten Liga aufeinander. Das Spiel endete 1:2 für die Gäste. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie die Partie verlaufen ist. Slavia begann stärker, doch CSKA 1948 nutzte die Chancen, die sich boten.
In der 41. Minute erzielte Ivan Minchev das erste Tor. Slavia hatte zuvor den Druck aufgebaut, aber der Fehler kostete. Nebenbei fiel auf, dass beide Teams gelbe Karten sammelten: Dvali in der 21., Minchev in der 30. und Bozhev in der 40. Minute. Slavia wirkte unsicher im Defensive-Verbund.
Nach der Pause glich Georgi Rusev in der 50. Minute aus. Und dann kam der Moment, der die Partie drehte. CSKA 1948 stellte um, wechselte durch. Die Gäste gewannen die Zweikämpfe und fanden den Weg ins Tor. Slavia reagierte mit mehreren Veränderungen: Tsonev und Cuellar kamen in der 46. Minute, Kazaldzhiev, Stoev und Varela in der 65.
Das entscheidende Tor fiel in der 85. Minute. Slavia hatte noch Zeit, aber die Konzentration bröckelte. Die Gäste nutzten den Fehler und sicherten sich den Sieg. Mamadou Diallo und Frederic Maciel wurden in der 71. Minute eingewechselt, Gasevic und Stoyanov kurz darauf. Slavia stand in der Schlussphase unter Druck.
Die Zahlen erzählen ihre eigene Geschichte. Slavia hatte mit 102 Angriffen mehr Ballbesitz, CSKA 1948 mit 90. Aber die Treffsicherheit entschied: Slavia traf viermal, die Gäste fünfmal. Slavia hatte 5 Schüsse daneben, CSKA 10. Besitzt der Ball, heißt das nicht, dass man gewinnt. 46 Prozent versus 54 Prozent possession — der Unterschied liegt in der Ausführung.
Slavia bleibt auf dem siebten Platz mit elf Punkten nach neun Spielen. CSKA 1948 steigt auf den vierten Rang und hat nun 19 Punkte. Der Vorsprung wächst. Wir hatten Slavia als Favorit eingeschätzt, doch der Sieg gehört den Gästen. Die Partie ging anders, als wir dachten.