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Guendouzi vier Spiele gesperrt, Greenwood kommt glimpflich davon

Die UEFA bestraft Fenerbahçes Matteo Guendouzi mit vier Europapokal-Sperren und 50.000 Euro Strafe für seinen Auftritt nach dem Sieg bei Lyon, Mason Greenwood trifft es milder.

Greenwood und Lyon-Torwart in Vereinsuniformen vor Stadiontribünen

Die UEFA hat Matteo Guendouzi für vier Europapokal-Partien gesperrt, zwei davon auf Bewährung, und mit einer Geldstrafe von 50.000 Euro belegt. Grund war sein Auftritt nach dem Playoff-Rückspiel bei Olympique Lyon, das Fenerbahçe mit 3:2 nach Hinspiel für sich entschied und damit die Ligaphase der Champions League erreichte.

Mason Greenwood kam mit einer auf ein Jahr zur Bewährung ausgesetzten Sperre für ein Spiel davon, dazu kommen 30.000 Euro Strafe.

Zum Vorfall: Nach dem Schlusspfiff feierte Guendouzi ausgiebig vor den Lyon-Fans, die ihn während der ganzen Partie ausgepfiffen hatten. Er soll sich an den Genitalien gefasst und in Richtung der Tribüne „Allez l'OM" gerufen haben – ein Gruß an Marseille, für das er bekanntlich von 2021 bis 2024 spielte. Beim Weg in die Kabine kam es zur Rangelei, in die Spieler und Betreuer beider Mannschaften verwickelt waren.

Zu den Vorwürfen gegen den früheren Arsenal-Profi erklärte die UEFA, er sei bestraft worden „für die Beleidigung von im Stadion anwesenden Personen, die Provokation von Zuschauern und den Verstoß gegen die grundlegenden Regeln des anständigen Verhaltens".

Greenwood, im Sommer von Erzrivale Marseille zu Fenerbahçe gewechselt, wurde laut UEFA allein wegen eines „Verstoßes gegen die grundlegenden Regeln des anständigen Verhaltens" belangt.

Die höchste Strafe traf niemanden von Fenerbahçe. Lyons Torwarttrainer Antonio Ferreira, der Guendouzi im Tunnelbereich attackiert haben soll, wurde für fünf Europapokal-Spiele gesperrt, zwei davon auf Bewährung. Die UEFA sprach von „schwerer Tätlichkeit".

Auch die Klubs zahlen: Fenerbahçe muss laut UEFA-Mitteilung insgesamt 95.000 Euro entrichten, Lyon 108.500 Euro.

Die zwei sofort wirksamen Spiele Sperre kosten Guendouzi die Gruppenspiele gegen AS Roma und Aston Villa. Fenerbahçe muss zum Ligaphasen-Start also kaum auf seinen wichtigsten Mittelfeldspieler verzichten wollen – und tut es trotzdem.

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