Bartra erklärt Trick beim Mbappé-Elfmeter
Neue IFAB-Regel zeigt: Mbappés verschossener Elfmeter gegen Betis hätte wiederholt werden müssen, da Bartra beim Abpraller vorgerückt war.
Der Elfmeter, den Kylian Mbappé am Freitagabend im Nachspielzeit von Betis gegen Real Madrid verschoss, hätte nach dem neuen Regelwerk des IFAB für die Saison 2026/27 wiederholt werden müssen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der aktuellen Fassung von Gesetz 14, die im Fall von Mbappés Fehlschuss gegen Betis genau jene Szene betrifft, die Real-Madrid-Spieler nach dem Abpfiff reklamiert hatten.
Álvaro Vallés hielt den Foulelfmeter in der Nachspielzeit, den Abpraller klärte Marc Bartra. Dabei war der Betis-Verteidiger nach Auffassung der Madrider bereits vor Mbappés Schuss in den Strafraum vorgerückt. Bislang gab die Tatsache den Ausschlag, dass Bartra beim Kontakt noch in der Luft war und keinen Fuß im Strafraum am Boden hatte.
Genau dieses Argument trägt nach der neuen Regel nicht mehr. Ist ein Spieler in der Luft, zählt die Position, die seine Füße einnähmen, würden sie den Boden berühren. Lag diese projizierte Position im Strafraum, gilt der Spieler als vorgerückt. Eine Wiederholung setzt zusätzlich voraus, dass das Vorrücken sich ausgewirkt hat – und Bartra war es, der den Abpraller nach der Parade klärte. Hauptschiedsrichter der Partie war Alejandro Hernández, am VAR sassen Javier Iglesias Villanueva und Juan Santana.
Bartra selbst machte kein Geheimnis daraus, dass sein Timing kein Zufall war. Gegenüber Movistar Plus erklärte er:
Am Ergebnis ändert die neue Regelauslegung nichts, das Spiel ist abgepfiffen und gewertet. Bleiben dürfte die Debatte über Gesetz 14 selbst: Schiedsrichterteams und Klubs werden sich in den kommenden Wochen genauer mit der Frage befassen müssen, wie ein in der Luft befindlicher Verteidiger künftig beurteilt wird – und ob Bartras Trick beim nächsten Mal noch aufgeht.
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