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Lamine Camara bleibt bei AS Monaco

Der geplante Wechsel des Mittelfeldspielers zum FC Chelsea für 47,1 Millionen Pfund platzte kurz nach Schließung des Transferfensters – Monaco bevorzugte den Balogun-Deal.

Lamine Camara in der Nationalmannschaftstrikot von Guinea mit Nummer 8

Der Wechsel des senegalesischen Mittelfeldspielers Lamine Camara zum FC Chelsea für 47,1 Millionen Pfund ist in der Nacht zum Dienstag geplatzt, wenige Stunden nach Schließung des Transferfensters um 23:00 Uhr britischer Zeit.

Der 22-Jährige hatte am Dienstagabend in Frankreich bereits den Medizincheck absolviert. Zwei Angebote hatte Monaco zuvor abgelehnt, ehe der Klub seine Forderung senkte, als sich der Wechsel von Folarin Balogun zum FC Everton neu verzögerte. Chelsea rechnete fest mit dem Transfer und hatte im Vorgriff darauf bereits den Wechsel von Enzo Fernández für die britische Rekordablöse von 125 Millionen Pfund zu Manchester City freigegeben.

Dann kam die Wende. Nach Angaben von Chelsea teilte Monaco dem Klub schriftlich mit, dass das Geschäft nicht zustande komme, eine Begründung sei nicht genannt worden. Personen mit Kenntnis der Vorgänge sagten der BBC, ausschlaggebend sei der wiederauflebende Balogun-Wechsel gewesen. Monaco habe im Sommer unbedingt einen großen Verkauf gebraucht und dabei Balogun bevorzugt.

Das Kalkül ging nicht auf. Nachdem Monaco die Konditionen für Balogun neu verhandelt hatte, lehnte der US-Stürmer den Wechsel nach Angaben von Yahoo Sports kurz nach Mitternacht persönlich ab. Damit verlor Monaco am Ende beide Geschäfte: weder Camara noch Balogun wurden verkauft.

Camara hatte am Sonntag noch beim 2:0-Sieg Monacos über Marseille gespielt, Balogun fehlte damals im Kader. Sein Berater Diomansy Kamara, selbst ehemaliger Premier-League-Spieler, äußerte sich zu den Vorgängen: "A transfer shouldn't just be a matter of two clubs and numbers. Behind every contract, there's a man, a career, dreams and life choices. The player must be able to be heard and respected in the decisions that determine his future."

Chelsea kann den Deal in diesem Sommer nicht mehr retten, das Fenster ist geschlossen. Laut Evening Standard bleibt dem Klub nur der Anlauf im Januar. Der FC Liverpool soll unterdessen bereits Kontakt zu Monaco aufgenommen haben, um Interesse an Camara für 2027 zu bekunden.

Für Chelsea bedeutet das Scheitern vor allem eines: Mit dem Abgang von Fernández zu City fehlt Xabi Alonso nun Substanz im Mittelfeld, ohne dass der geplante Ersatz gekommen ist.

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