Der Stade de France steht seit seiner Eröffnung in Saint-Denis, nördlich von Paris, und fasst für Fussballspiele 81.338 Zuschauer. Dort, nicht im Zentrum der Hauptstadt, trägt die französische Nationalmannschaft ihre Heimspiele aus, und dort holte sie sich 1998 auch ihren ersten Weltmeistertitel: ein 3:0 gegen Brasilien im Finale, unter Trainer Aimé Jacquet, mit zwei Kopfballtoren von Zinedine Zidane.
Gegründet wurde die Auswahl 1904, das erste Länderspiel bestritt sie am 1. Mai desselben Jahres in Brüssel gegen Belgien, 3:3. Der Name Les Bleus stammt aus den Farben der Trikots und der Flagge: Blau, Weiss, Rot.
Zwischen dem Titel von 1998 und dem zweiten WM-Gewinn 2018 in Russland liegen zwanzig Jahre, in denen die Mannschaft 2006 und 2022 noch zwei Finals erreichte, ohne sie für sich zu entscheiden. 2022 in Katar stand es nach Verlängerung 3:3 gegen Argentinien, das Elfmeterschiessen ging verloren. Als Nationaltrainer sitzt seit Juli 2012 Didier Deschamps auf der Bank, der 1998 selbst als Kapitän den Pokal gehoben hatte und später auch die Nations League 2021 gewann.
Die grossen Duelle trägt Frankreich mit Deutschland und mit Italien aus. Gegen die Deutschen spricht man vom Derby des Champions, gegen die Italiener vom Derby de l'Amitié, dem Derby der Freundschaft – ein Name, der die Rivalität nicht kleiner macht, nur ihren Ton anders setzt.