Bevor es einen Namen gab, der blieb, gab es ein Ergebnis: Am 1. Mai 1904 trennte sich eine belgische Auswahl in Uccle 3:3 von Frankreich, im ersten offiziellen Länderspiel des Landes. Zwanzig Tage später gehörte der neu gegründete Königlich Belgische Fußballverband zu den Gründungsmitgliedern des Weltverbands FIFA, zu einer Zeit, als internationaler Fußball in Europa erst seine Regeln fand. Den Namen Rote Teufel gab ein Journalist der Mannschaft 1906, nach der roten Ausrüstung und dem Rennfahrer Camille Jenatzy, der für seine Geschwindigkeit bekannt war.
Nach dem Olympiasieg 1920 in Antwerpen und Bronze bei den Spielen von 1900 blieb der große Titel lange aus. 1974 und 1978 verpasste die Mannschaft die Weltmeisterschaft, ebenso 2002, 2004 und 2006 die Endrunden. Unter Guy Thys kam 1980 der Finaleinzug bei der Europameisterschaft in Italien, sechs Jahre später stand man bei der Weltmeisterschaft in Mexiko im Halbfinale und wurde Vierter.
Die sogenannte goldene Generation um Kevin De Bruyne, Eden Hazard und Romelu Lukaku führte die Mannschaft unter Roberto Martínez über drei Jahre an die Spitze der FIFA-Weltrangliste. Bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland schlug Belgien im kleinen Finale England mit 2:0, die Tore erzielten Dries Mertens und Nacer Chadli - Bronze.
Die Rivalität mit den Niederlanden gehört zu den ältesten des Kontinents; auch gegen Frankreich, den ersten Gegner von 1904, misst man sich seit jeher mit besonderem Nachdruck. Bei der Weltmeisterschaft 2014, der Europameisterschaft 2016, der Europameisterschaft 2020 und der Weltmeisterschaft 2022 kam die goldene Generation jeweils bis ins Viertelfinale.