Es gibt Entscheidungen in einer Karriere, die man später nicht mehr zurücknehmen kann, nur noch erklären. 2016, mit 19 Jahren, wählte Lukebakio wegen administrativer Hürden um seinen Ausländerstatus in Frankreich die Nationalmannschaft der Demokratischen Republik Kongo statt Belgien. Erst 2024 äußerte er sich öffentlich dazu, nannte den Schritt egoistisch und verwies auf sein humanitäres Engagement im Kongo. Danach kehrte er in den Kader der belgischen Nationalmannschaft zurück.
Den sportlichen Durchbruch hatte er zuvor über Umwege erlebt: Nach Leihstationen bei Toulouse und Charleroi wechselte er von Anderlecht zu Watford, kam dort aber kaum zum Einsatz und wurde weiterverliehen – an Fortuna Düsseldorf. Lukebakio traf zehnmal in der Bundesliga, was ihm im Dezember 2018 die Auszeichnung als Rookie des Monats einbrachte.
Hertha BSC zahlte für ihn 20 Millionen Euro, über vier Spielzeiten in Berlin kam er auf 24 Tore, unterbrochen von einer Leihe zum VfL Wolfsburg. 2023 folgte der Wechsel zu Sevilla. Dort riss er sich im März 2024 die Bänder, fiel zwölf Spiele aus – und traf bei seiner Rückkehr direkt gegen Almería.
Bei Benfica steht bislang eine Bilanz von einem Tor in 26 Pflichtspielen, ehe im November 2025 im Länderspiel gegen Liechtenstein ein Bruch des linken Sprunggelenks folgte. Er musste operiert werden – ein herber Rückschlag, auch für Trainer José Mourinho.