Zenit siegt gegen Lokomotive Moskau nur knapp
Nach Rückstand drehte Zenit die Partie gegen Lokomotive zum 2:1. Kommentator Orlow kritisiert die schwache erste Halbzeit der Petersburger deutlich.
Sankt Petersburg hat sich gegen Moskau schwer getan. Zenit gewann das Spiel des 8. Spieltags der RPL gegen Lokomotive Moskau mit 2:1, nach der Pause kehrten die Petersburger nach dem Rückstand um, nachdem Alexander Rudenko die Führung erzielt hatte. Kommentator Gennadi Orlow sah dabei mehr offene Fragen als Antworten.
«Zenit hat gewonnen – Fragen sind geblieben. Sie sind sogar mehr geworden. Besonders zur ersten Halbzeit. Die Qualität des Spiels der Petersburger liess, gelinde gesagt, zu wünschen übrig», sagte Orlow.
Der Kommentator wunderte sich über die Startelf von Trainer Sergej Semak, der mit Andrade einen Innenverteidiger auf der rechten Abwehrseite aufstellte, obwohl drei gelernte Rechtsverteidiger zur Verfügung stünden. Andrade traf zum Ausgleich, hatte laut Orlow aber Anteil am Gegentor: «Er hat den Gegenspieler hinter sich gelassen. Hat nicht aufgepasst, hat es vermasselt.» Lob gab es dagegen für Luis Suárez, der ein ums andere Mal im Eins-gegen-eins durchkam, und für Einwechselspieler Pedro, der nach seiner Einwechslung schneller und schärfer wirkte als Kerzhakov.
Aus Sicht von Lokomotive überwog nach dem Abpfiff das Gefühl, mehr geholt haben zu müssen. Rechtsverteidiger Maxim Nenakhov, seit November 2021 bei den Moskauern und mit einem Saisontreffer, ordnete die Niederlage so ein:
«Wir haben verloren, aber würdig gespielt. Innerlich hat man das Gefühl, dass wir nicht zu Ende gebracht haben, dass wir hätten gewinnen müssen. Ein dummes erstes Gegentor. Das zweite Tor haben wir taktisch falsch aufgestellt.»
Zur Halbzeit hatte Lokomotive nach Rudenkos Treffer noch 1:0 geführt, ehe Zenit im zweiten Durchgang das Spiel drehte. Nenakhov verwies auch auf die Situation ohne Alexej Batrakow, den die Mannschaft inzwischen an Galatasaray abgegeben hat, und auf die Neuzugänge Andrei Mostowoi und Nikola Topić, die dem Team helfen sollen. Zu Mostowois später Einwechslung erst in der 83. Minute sagte Nenakhov: «Wenn er nicht fit war, gab es Anlässe und Gründe, warum er erst in der 83. Minute aufs Feld kam.»
Vor dem Team liegt nach dem kommenden Spieltag eine dreiwöchige Pause. Nenakhov selbst sprach von einem Moment, in dem die Mannschaft erst jetzt zu ihrem Spiel gefunden habe – die Pause könne sich daher sowohl positiv als auch negativ auswirken, je nachdem, wie schnell sich Mostowoi und Topić einfügen.
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Quellen 11
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