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Manchester City: Maresca gewinnt Derby trotz Roter Karte

Trotz Unterzahl siegt City 1:0 bei United und übernimmt Tabellenführung. Experten loben Marescas Wechsel und sehen den Trainer bei City angekommen.

Enzo Maresca im hellen Hemd und dunklen Jacket feiert Citys Sieg mit erhobenen Fäusten

Manchester City hat das Derby bei Manchester United 1:0 gewonnen, obwohl Phil Foden bereits in der ersten Halbzeit mit Rot vom Platz musste. Der Sieg in Old Trafford bringt City nach vier Spieltagen auf vier Siege und damit an die Tabellenspitze der Premier League, punktgleich mit dem FC Arsenal.

Für den früheren Premier-League-Stürmer Chris Sutton war es ein Beleg für die taktische Qualität von Enzo Maresca, der Pep Guardiola im Sommer als Trainer beerbt hat. „Das Bittere für United war, dass man immer das Gefühl hatte, City habe mehr Kontrolle und die größere Torgefahr", sagte Sutton bei BBC Radio 5 Live. Die Einwechslung von Iliman Ndiaye für Rayan Cherki auf der rechten Seite bezeichnete er zwar nicht als Geniestreich, aber als kluge Entscheidung: Ndiaye sei der Läufertyp, der Tempo in die letzten Meter bringe.

Maresca hatte Cherki zunächst auf die rechte Seite beordert und erst zur Halbzeit gewechselt – eine Anpassung, die in Anbetracht der Unterzahl kaum auffiel, aber wirkte. Cherki, seit August 2025 bei City und mit neun Saisontoren einer der auffälligsten Offensivspieler des Kaders, musste seinen Platz für Ndiaye räumen, der erst im September zu City gestoßen ist und noch ohne Torbeteiligung dasteht.

Der Trainer selbst zog nach der Partie einen Vergleich zum vergangenen Jahr, als sein damaliger Torhüter Robert Sanchez bei Chelsea in derselben Arena schon nach fünf Minuten vom Platz flog. Maresca reagierte damals mit zwei Wechseln in den ersten sieben Minuten und einer Umstellung auf eine Fünferkette, konnte die Niederlage aber nicht verhindern. Diesmal wartete er ab, ehe er eingriff.

Zum entscheidenden Tor von Erling Haaland gefragt, wählte Maresca einen ungewohnt lockeren Ton: „Wie sagt man das auf Englisch? Happy wife, happy life. Für uns: happy Erling, happy life." Beobachter wie Rory Smith von The Observer sehen darin ein Zeichen, dass sich der Italiener bei City wohler fühlt als zuletzt bei Chelsea. Smith erinnerte daran, dass Maresca seinen Posten in London verlor, nachdem bekannt wurde, dass er mit City gesprochen hatte – ein Kontakt, der demnach schon acht, neun Monate zurückliegt. „Das ist ein ziemlich starkes Vertrauensvotum. Es bedeutet, dass er sich vermutlich an einem Ort befindet, an dem er sich gewollt und geschätzt fühlt, und den er kennt", sagte Smith.

Vier Siege aus vier Spielen und die frühe Tuchfühlung mit Arsenal deuten darauf hin, dass sich das Duell um die Meisterschaft erneut zwischen diesen beiden Vereinen entscheiden könnte. Für Maresca wäre der Auswärtssieg bei United dafür ein Etappensieg mit Signalwirkung.

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