Declan Rice entgeht Rot beim Arsenal-Ausrutscher
Beim 0:3 in Brighton trat Rice in der Nachspielzeit nach Yalcouye, sah aber nur Gelb. Ex-Schiedsrichter Hackett hält die Entscheidung für fragwürdig.
Declan Rice ist beim 0:3 des FC Arsenal bei Brighton & Hove Albion einer roten Karte entgangen, obwohl er in der Nachspielzeit nach Malick Yalcouye getreten hatte. Schiedsrichter Darren England zeigte dem englischen Nationalspieler nur Gelb, der frühere PGMOL-Chef Keith Hackett nennt die Entscheidung im Rückblick fragwürdig.
Die Szene ereignete sich, nachdem Yalcouye Rice zuvor im Laufduell in den Rücken gestoßen hatte. Rice lief zurück und trat nach den Beinen des Brighton-Spielers, der zu Boden ging und beim Referee reklamierte. Die Uhr zeigte bereits die 96. Minute, sechs Minuten waren nachgespielt worden. Kurz darauf pfiff England ab.
Für Arsenal war es die erste Saisonniederlage nach sieben Siegen in Serie über alle Wettbewerbe und die höchste Premier-League-Pleite seit über drei Jahren. Mikel Artetas Mannschaft war mit der Chance angereist, den 123 Jahre alten Klubrekord von acht Siegen zum Saisonstart einzustellen. Stattdessen trafen Pascal Groß, Haralambos Kostoulas und Chema Andres für die Seagulls. Kostoulas, seit Oktober 2025 Stürmer bei Brighton, erzielte bereits seinen sechsten Saisontreffer. Arsenal verlor dadurch die Tabellenführung, Manchester City liegt nun dank der besseren Tordifferenz voran.
Keith Hackett äußerte sich gegenüber Football Insider:
"Declan Rice hat seinen Gegenspieler eindeutig in einer Vergeltungsaktion getreten. Der Vorfall ereignete sich abseits des Balls, und Rice hat Glück, dass der Schiedsrichter die Aktion als rücksichtslos und mit Gelb bewertete. Dieser Tritt aus Vergeltung ist regeltechnisch eine Gewalttätigkeit, und Rice hat Glück, dass Schiedsrichter England keine rote Karte zeigte", sagte Hackett.
Der Vergleich zu zwei anderen Fällen dieser Saison liegt nahe: Manchester Citys Phil Foden sah nach einem Tritt gegen Manchester Uniteds Mittelfeldspieler Bruno Fernandes im Derby vergangenes Wochenende glatt Rot, Aston Villas João Gomes nach einem VAR-Check wegen eines Trittes gegen Brightons Georginio Rutter ebenfalls. In beiden Fällen lagen die Bestraften am Boden, als sie zutraten – Rice und Yalcouye waren dagegen beide im Lauf.
Unter Manchester-City-Fans sorgte die Entscheidung für Unmut. Einer schrieb auf X: „Declan Rice tritt nach einem Brighton-Spieler: Gelbe Karte. Foden schubst Fernandes mit den Füßen weg: glatt Rot. Pro Ref schlägt wieder mit Korruption zu!“
Die Länderspielpause gibt Arteta nun Zeit, die Mannschaft neu auszurichten, ehe im Oktober Leeds United im Emirates Stadium gastiert. Sollte die Debatte um Rices Aktion anhalten, dürfte sie die Diskussion über einheitliche Maßstäbe bei Tätlichkeiten in der Premier League weiter befeuern.
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Quellen 5
- Declan Rice avoids red card for wild kick on Brighton’s Malick Yalcouye in Arsenal defeat independent.co.uk
- Declan Rice avoids red card for wild kick on Brighton’s Malick Yalcouye in Arsenal defeat sports.yahoo.com
- Man City fans fume after Arsenal star escapes red card against Brighton metro.co.uk
- Ex-PGMOL chief shares explosive verdict on Declan Rice's 'violent action' in Arsenal defeat to Brighton footballinsider247.com
- Arsenal: Premier League explain why Declan Rice avoided a red card against Brighton standard.co.uk