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Rosenior provoziert Strasbourg-Fans nach Sieg mit Paris FC

Nach dem 2:1 gegen seinen Ex-Klub Strasbourg feierte Trainer Liam Rosenior provokant vor der Gästekurve, es kam zu einem Handgemenge auf dem Rasen.

Paris FC-Trainer Roseñor in blauer Jacke steht am Spielfeldrand mit Schuhen in der Hand, Assistenten daneben

Paris FC hat Strasbourg mit 2:1 geschlagen, und danach eskalierte die Szene auf dem Rasen des Stade Jean-Bouin. Trainer Liam Rosenior bejubelte den Sieg gegen seinen ehemaligen Klub so überschwänglich vor der Gästekurve, dass mehrere Spieler und Betreuer aneinandergerieten. Die Ordner mussten eingreifen.

Rosenior war erst im Sommer von Strasbourg zu Chelsea gewechselt, als langfristige Lösung nach dem Bruch zwischen Enzo Maresca und der Vereinsführung. Nach nur 106 Tagen war schon wieder Schluss. Nun steht er bei Paris FC an der Seitenlinie, dem zweiten Klub der Hauptstadt, Tabellendritter, in den ersten fünf Ligaspielen ungeschlagen.

Die Tore gegen Strasbourg erzielten Ilan Kebbal und Pablo Pagis, ein spätes Eigentor von Moustapha Mbow sorgte für ein hitziges Finale. Kebbal, seit Jänner bei Paris FC, traf damit zum dritten Mal in dieser Saison. Mbow, seit Februar in der Abwehr der Pariser im Einsatz, lenkte den Ball unglücklich ins eigene Tor.

Nach dem Schlusspfiff richtete sich Rosenior mit erhobener Faust an die mitgereisten Strasbourg-Fans, die ihn während der Partie beschimpft hatten. Strasbourgs Lucas Hogsberg stellte seinen früheren Trainer daraufhin zur Rede, es kam zum Gerangel zwischen beiden Mannschaften.

„Ein kleiner Teil der Strasbourg-Anhänger hat meine Familie respektlos behandelt", sagte Rosenior nach dem Spiel. „Ich weiß, was sie meinten. Meine Trainerbank war empört. Ich will klarstellen: Es war nur eine kleine Gruppe. Strasbourg ist ein fantastischer Klub, mit großartigen Menschen, die dort arbeiten, und großartigen Fans. Für mich war das Feiern auf diese Weise eine Botschaft. Eine Botschaft an eine Gruppe von Leuten, die nie wollten, dass ich bei diesem Klub erfolgreich bin. Aber mehr will ich dazu nicht sagen."

Zur Haltung des Vereins ergänzte er: „Die Menschen bei Strasbourg, die mich kennen, wissen, dass ich immer respektvoll war und immer das Beste für diesen Verein wollte."

Das Rückspiel in Strasbourgs Stadion La Meinau dürfte nach diesen Szenen mit besonderer Anspannung erwartet werden.

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