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Juventus distanziert sich von Fans nach gestörter Mazzola-Schweigeminute

Juventus-Fans störten vor dem 2:0 gegen Atalanta die Schweigeminute für Sandro Mazzola. Der Klub verurteilt es, Panatta fordert ein Stadionverbot, eine Geldstrafe droht.

Juventus-Fan in gelbem Trikot mit 'JUVE'-Aufdruck vor Stadionhintergrund

Juventus hat sich von den eigenen Anhängern distanziert, die vor dem Heimspiel gegen Atalanta die Schweigeminute für Sandro Mazzola gestört haben. Der Verein veröffentlichte eine Erklärung, nachdem sich Fans in der Curva Sud des Allianz Stadium mit dem Rücken zum Feld gestellt und Lieder auf die Legenden des eigenen Klubs angestimmt hatten. Der Rest des Stadions klatschte. Juventus gewann das Spiel 2:0.

Die Lega Serie A hatte vor allen Spielen des Wochenendes eine Schweigeminute angesetzt.

In der Mitteilung von Juventus heisst es sinngemäss: Keine Rivalität könne fehlenden Respekt während einer Schweigeminute rechtfertigen. Der Toten zu gedenken und sich in Momenten der Erinnerung zu vereinen, sei eine gemeinsame Verantwortung, die über Vereinsfarben und Zugehörigkeiten hinausgehe.

Der frühere Tennisspieler Adriano Panatta äusserte sich in der Rai-Sendung «La Domenica Sportiva» deutlich schärfer. «Schande. Das ist etwas so Hässliches. Diese Gruppe von Fans hat mich schämen lassen, Italiener zu sein», sagte er. «Diese Geste geht über jeden schlechten Geschmack, jede Unhöflichkeit, jeden Mangel an Bildung hinaus. Meiner Meinung nach müsste man mit einem Stadionverbot eingreifen. Ist es schlimmer, wenn jemand unseren Bruder beleidigt, einen dunkelhäutigen Spieler, oder das hier? Gegen die Verantwortlichen wird ermittelt. Ich würde das Stadionverbot aber nicht für einen Monat verhängen, sondern für immer.»

Nach Angaben des Corriere dello Sport haben die Inspektoren der Staatsanwaltschaft des Verbands FIGC den Vorfall gemeldet. Der Fall geht vor das Sportgericht. Für Juventus gilt eine Geldstrafe als wahrscheinlich.

Sollte das Sportgericht den Klub tatsächlich bestrafen, dürfte der Verein gegen die Entscheidung vorgehen:

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