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Interviews

Gyökeres: Kein Wechsel-Thema bei Arsenal

Der Stürmer weist Tauschgerüchte mit Álvarez zurück, räumt aber Frust über fehlende Einsatzzeit bei Arsenal ein und traf zuletzt für Schweden gegen Rumänien.

Lucas Bergvall in der gelb-blauen schwedischen Trikot auf dem Stadion
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Viktor Gyökeres hat die Wechselgerüchte um einen möglichen Tausch mit Julián Álvarez für erledigt erklärt. Ein Abschied von Arsenal sei für ihn nie ernsthaft im Raum gestanden, sagte der Stürmer dem schwedischen Sender SVT Sport.

„Natürlich gab es viele Spekulationen“, sagte Gyökeres. „Aber ich hatte eine volle Vorbereitungszeit, und das hat sich gut angefühlt. Ich war voll auf Arsenal fokussiert.“ „Für mich stand ein Verbleib immer fest. Ich bin bei diesem Klub extrem glücklich.“

Mit dem Verbleib kam bislang keine Spielzeit. Gyökeres stand in dieser Saison noch in keiner Startelf, in drei der fünf Pflichtspiele blieb er sogar ohne Einsatz. Von möglichen 450 Premier-League-Minuten absolvierte er 29, über alle Wettbewerbe kommt er auf 207 Minuten und steht bei null Toren. Zum Vergleich: In seiner Debütsaison hatte er 21 Tore erzielt, 14 davon in der Liga.

„Natürlich ist das frustrierend, egal wo man ist“, sagte er dazu. „Man will immer auf dem Platz stehen und etwas beitragen, Tore schießen. Es kann frustrierend sein, aber ich versuche einfach, mein Bestes zu geben, wenn ich die Chance bekomme, und mich auf das zu konzentrieren, was ich beeinflussen kann.“ Zur vergangenen Saison, in der Arsenal nach 22 Jahren wieder Meister wurde und das Champions-League-Finale erreichte, sagte er: „Es hat sich gut angefühlt, wir haben die Liga gewonnen und in den anderen Wettbewerben auch gut abgeschnitten. Natürlich hätten wir noch einen weiteren Titel holen können, aber die Premier League nach 22 Jahren zu gewinnen, ist sicher etwas, auf das man stolz sein kann.“

Im Nationalteam sammelte Gyökeres am Freitag Praxis. Gegen Rumänien traf er in der 43. Minute zum 2:1-Siegtreffer für Schweden, wurde mit einer Bewertung von 7,9 zum besten Spieler der Partie und brachte 15 seiner 16 Pässe an. Seine einzige Torchance nutzte er. In schwedischen Medien wurde die Leistung dennoch als kantig beschrieben, sein Abschluss nach einer vergebenen Chance in der zweiten Halbzeit kritisiert.

Für Schweden dürfte Gyökeres im weiteren Verlauf der Länderspielpause noch mehr Gewicht bekommen. Alexander Isak ist zur Untersuchung einer kleineren Verletzung zum FC Liverpool zurückgekehrt, damit fällt Schwedens gesetzter Angreifer für die kommenden Partien aus. Als Nächstes steht das Nations-League-Spiel gegen Polen an, danach Bosnien und Herzegowina. Schweden liegt in seiner Gruppe mit 4 Punkten aus 3 Spielen auf Platz 3, punktgleich mit Bosnien und Herzegowina auf demselben Rang.

Bei Arsenal wiederum wächst der Bedarf an einer Alternative im Angriff. Der Deutsche Fußball-Bund bestätigte bei Kai Havertz eine Muskelverletzung, die ihn für die Nations-League-Spiele gegen Griechenland und Serbien ausfallen lässt. Ob Havertz rechtzeitig zum Ligaspiel gegen Leeds am 10. Oktober zurückkehrt, ist offen. Im März, nach seinem Hattrick im WM-Play-off-Halbfinale gegen die Ukraine, hatte Ukraines Nationaltrainer Serhij Rebrow Gyökeres als einen der besten Angreifer Europas bezeichnet.

Sollte Havertz länger ausfallen, dürfte Trainer Mikel Arteta kaum an Gyökeres vorbeikommen. Ein Tor im Nationaltrikot ändert an der Ausgangslage bei Arsenal noch nichts, könnte für den Stürmer aber der Anfang einer Wende sein.

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