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Harry Kane weist Ablenkung durch Man-City-Urteil zurück

Nach der 2:3-Niederlage gegen Spanien in der Nations League bestreitet Kane, dass das Schuldurteil gegen Manchester City die Leistung der Three Lions beeinflusst habe.

Guehi und O'Reilly im Spiel gegen Spanien
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England hat sein Auftaktspiel in Gruppe C der Nations League mit 2:3 gegen Spanien verloren, einen Tag nachdem Manchester City in 114 von 115 Anklagepunkten der Premier League für schuldig befunden worden war. Kapitän Harry Kane wies zurück, dass der Prozess die Leistung seiner Mannschaft beeinflusst habe.

„Es gab eine Diskussion darüber, aber am Ende des Tages ist es für uns immer von grossem Vorteil, wenn wir bei England zusammenkommen – wir lassen den Vereinsfussball beiseite, und diese Woche war es nicht anders“, sagte Kane im Anschluss an die Partie gegenüber ITV Sport.

Trainer Thomas Tuchel äusserte sich vorsichtiger. Er wollte sich zu dem laufenden Verfahren nicht inhaltlich äussern, schloss aber nicht aus, dass die Nachricht bei den betroffenen Spielern nachwirkte.

„Für mich nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass es bei den Spielern von Manchester City so war. Für mich nicht, und ich werde dazu keinen Kommentar abgeben, weil es ein laufendes Gerichtsverfahren ist. Ich habe daraus kein Thema gemacht, für mich war es keines. Ich habe die Nachricht gehört wie der Letzte im Camp, ich habe an Spanien gedacht, an Training und Besprechungen. Die Spieler haben mehr Zeit als ich, sie hatten nur eine Trainingseinheit, deshalb kann ich mir vorstellen, dass sie darüber gesprochen haben. Das ist gut so, und ich hatte nicht den Eindruck, dass sie abgelenkt waren“, sagte Tuchel.

Auf dem Platz waren es ausgerechnet Spieler mit City-Vergangenheit, die die Partie entschieden. Marc Guehi liess sich in der 2. Minute von Lamine Yamal den Ball abnehmen, der zum 0:1 traf. Anthony Gordon glich in der 36. Minute aus, Kane brachte England in der 40. Minute in Führung. Einen Elfmeter zum möglichen 3:1 setzte Kane in der 54. Minute an die Latte. Danach kippte die Partie: Alex Baena traf in der 60. Minute nach einem abgefangenen Pass von Nico O'Reilly zum 2:2, Mikel Oyarzabal erzielte in der 74. Minute das 2:3. Zuvor hatte auch Rodri, mittlerweile bei Barcelona und einst sieben Jahre bei City, mit einem Foul an Jude Bellingham den Elfmeter verursacht.

Roy Keane sah das anders als Kane und Tuchel. „Im Spitzenfussball will man fokussiert sein, und sie waren sicher beeinflusst. Dass so viele Weltklassespieler so viele Fehler gemacht haben – das hat sie ganz sicher beeinflusst“, sagte der ehemalige Kapitän von Manchester United gegenüber ITV Sport.

Spanien zog mit dem Sieg an die Tabellenspitze der Gruppe, punktgleich mit Kroatien, das auswärts gegen Tschechien gewann. England trifft am Dienstag in Prag auf die Tschechen und braucht einen Sieg, um nach dem Fehlstart noch Anschluss an die Tabellenspitze zu halten.

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