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Tonali sieht Tottenham trotz Tabellenende nicht in der Krise

Nach fünf Spielen ohne Sieg ist Tottenham Letzter, doch der Rekordzugang setzt auf Spass und Chancen. De Zerbi stellt sich hinter den 100-Millionen-Mann.

Tottenham-Hotspur-Spieler in weißer Heimtrikot auf dem Platz
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Sandro Tonali sieht Tottenham nach 5 Spielen ohne Sieg und auf dem letzten Tabellenplatz der Premier League nicht in der Krise. Vor dem Länderspiel Italiens gegen die Türkei in der Nations League sprach der Mittelfeldspieler von einer Lage, die sich schnell drehen könne.

„Der Fussball ist sehr eigenartig, in 10 Tagen kann sich alles von negativ zu positiv wenden", sagte Tonali. „Ich würde unsere Lage als Klub ergebnismässig als negativ einstufen, fussballerisch aber als positiv. Wir haben Spass und erspielen uns Chancen. Wenn man im Fussball keine Tore schiesst, verliert man. Wir stecken nicht in der Flaute, wir leben und sind wohlauf, und wir sind positiv."

Die Bilanz der Spurs: 3 Niederlagen, 2 Unentschieden. Zuletzt hiess es 2:3 gegen Aston Villa. Die Datenfirma Opta sieht den Klub bereits als Absteiger, dabei entging Tottenham bekanntlich in der vergangenen Saison am letzten Spieltag nur knapp dem Abstieg. Im Sommer gab der Klub viel Geld aus. Tonali kam für 100 Millionen Pfund von Newcastle, das ist Klubrekord. Der 26-Jährige spielt im defensiven Mittelfeld und ist seit Juli in London. Nach Angaben des Evening Standard blieben seine Leistungen wie die vieler Mitspieler hinter den Erwartungen zurück.

Yahoo Sports verweist darauf, dass Tottenham gegen Newcastle United und gegen Villa eine gute erste Halbzeit gespielt habe. Gegen Nottingham Forest und den FC Everton sowie im Ligapokal gegen Liverpool seien Chancen vergeben worden.

Tonali bat auch mit Blick auf die Nationalmannschaft um Geduld. „Wir wissen, dass die Mannschaft sehr stark ist. Hier in der Nationalmannschaft ist es anders, es ist eine ganz neue und junge Gruppe, wir haben praktisch noch nie zusammen gespielt. Wir müssen einfach abwarten." Italien steht in der Nations League nach einem Spiel bei 0 Punkten.

Trainer Roberto De Zerbi hatte sich zuletzt hinter seinen Spieler gestellt. „Er ist ein guter Kerl, er arbeitet sehr hart, und ich bin froh, Sandro zu haben", sagte De Zerbi. „Wir haben Glück, dass er bei uns ist." Zur Eingewöhnung sagte er: „Die Anpassung ging nicht so schnell, aber sie kann noch kommen, auch bei Milan in der ersten Saison, da war er jünger. Es ist nicht leicht, für die Spieler die Stadt zu wechseln, alles zu wechseln. Manchmal ist die Anpassung sofort da, manchmal braucht es mehr Zeit."

Das kann bedeuten, dass der Klub weiter an Trainer und Spieler festhält, solange die Spiele offen bleiben. Verwerten die Spurs ihre Chancen aber weiter nicht, dürfte der Druck auf De Zerbi und auf den teuersten Zugang wachsen.

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