Al-Quwaysimah-Stadion
Amman, Jordanien
Das Stadion in Amman hat keinen festgeschriebenen Namen, den jeder sofort wiedererkennt. Die offizielle Bezeichnung lautet King Abdullah II Stadium, doch die Menschen in der Stadt nennen es beim Quartier, in dem es steht: Al-Qwaysima.
Die Anlage gehört zur Stadt, nicht einem einzelnen Verein. Zwar nutzen Al-Wehdat und Shabab al-Ordon die Fläche, doch der Platz ist offen für die Nationalmannschaft wie für internationale Turniere. Die Kapazität von 13.265 Plätzen ist kein Riesenwert, aber er reicht aus, um die Stimmung zu halten, wenn Jordanien auf Japan trifft oder wenn die Frauen-Auswahl bei der Asienmeisterschaft spielt.
Etwas Besonderes hat der Boden. Er ist aus Naturrasen, wie es sich für ein Land gehört, das seine Traditionen pflegt. Vor einigen Jahren wurde er komplett erneuert, damit die Schiedsrichter aus Europa keine Probleme mit der Qualität hatten. Damals auch die Nummerierung der Sitze – ein Detail, das nur im Moment der Kontrolle auffällt, aber dann für immer bleibt.
Es gab einen Tag, an dem die Ruhe brach. Im Dezember 2010, nach einem Derby, waren es keine 100 Menschen, die Lärm machten, sondern es ging um mehr. Die Folge war ein Vorfall, der die Stadt erschütterte. Seither stehen die Tore wacher. Das Stadion hat überlebt, was andere nicht überstehen würden. Es ist ein Ort, an dem Fußball nicht nur gespielt, sondern gelebt wird.