San Siro
Mailand, Italien
Früher: San Siro
In der Mitte des Spielfelds blickt man nach oben. Die Tribünen steigen in vier Runden an, die unteren sind durchgehend überdacht, während die oberen Ränge von Stahlträgern gehalten werden. Zwischen den Sektoren hängen große Bildschirme, die bei Nacht flackern. Die Plätze sind in Blau und Rot gestrichen, manchmal in Mustern angeordnet, die Namen wie»CURVA SUD MILANO«bilden. Wenn die Sonne untergeht, leuchten die Scheinwerfer auf, und das Gras wird scharf abgegrenzt gegen die Schatten.
Die Geschichte des Ortes ist nicht nur in den Büchern der Vereine zu finden. Der Name des Stadions stammt nicht von der Nachbarschaft, sondern von einem Spieler, der zwanzig Jahre für Inter Mailand aktiv war. Seit 1947 teilen sich hier zwei Clubs den Rasen. Die Atmosphäre ändert sich je nach Team, das aufspielt: die eine Kurve brennt rot, die andere leuchtet blau. Zwischen diesen Farben liegt die Erinnerung an die Jahre, in denen das Stadion ausgebaut wurde, um die Weltmeisterschaft 1990 zu empfangen. Damals wurden die spiralförmigen Türme hinzugefügt, die heute das Bild bestimmen.