Chelsea Women haben am Mittwochabend im Whitfield Park gegen Real Sociedad Women mit 5:2 gewonnen. Das Spiel zählte zur dritten Qualifikationsrunde der UEFA Women's Champions League. Und dann sah man gleich zu Beginn, wer die Partie gestalten wollte. Chelsea nahm den Gegner in die Zange, Sociedad fand nur selten Raum zum Spielen.
Die Gäste öffneten überraschend in der achten Minute. Ainhoa Marín nutzte einen Moment der Unachtsamkeit und legte den Ball ins Netz. Chelsea reagierte nicht sofort, sondern suchte sich erst. Interessant wird es, wenn man sieht, wie die Gastgeberinnen den Rückstand verarbeiten. Naomi Girma brachte in der dreißigsten Minute die Führung zurück — ein Kopfball nach einem Eckball.
Die zweite Halbzeit begann mit Tempo. Veerle Buurman erhöhte in der fünfundfünfzigsten Minute, und Chelsea stellte den Bus nicht, sondern spielte weiter nach vorne. Cecilia Marcos glich für Real Sociedad in der achtundfünfzigsten Minute aus. Nebenbei fiel Sjoeke Nüsken in der vierundzwanzigsten Minute mit einer gelben Karte auf — ein Hinweis darauf, dass Chelsea den Druck aufrecht erhalten musste.
Melvine Malard entschied die Partie. In der sechsten Minute der Nachspielzeit des zweiten Drittels traf sie zum 4:2, und in der achtundachtzigsten Minute folgte der fünfte Treffer. Chelsea holten sich eine Auswechslung nach der anderen: Lauren James, Sandy Baltimore, Aggie Beever-Jones — alle kamen zum Einsatz. Der Routinier beruhigte das Spiel nicht, sondern beschleunigte es noch.
Die Statistik bestätigt das Bild. Chelsea kontrollierte mit 65 Prozent Ballbesitz, Real Sociedad kam auf 35 Prozent. Neunzig Angriffe gegen achtundvierzig, sechs Treffer auf Ziel gegen zwei. Und dann wird klar: Viele Schüsse mit einem Tor bedeuten, dass Chancen vergeben wurden. Chelsea hatte sechs Schüsse aufs Tor, Sociedad nur zwei.
Das Ergebnis bedeutet einen klaren Schritt in der Qualifikation. Chelsea steht mit dem Rücken zur Wand nicht — sie ziehen am Ende der Strecke. Real Sociedad brachen nach dem Gegentor in der sechsten Minute der zweiten Halbzeit ein. Sie standen nur noch zu zehnt, was die Moral betraf, nicht die Spieleranzahl. Ein Fehler entscheidet, und diesen Fehler haben die Gäste in der zweiten Halbzeit gemacht.