In der Group Stage der NWSL setzte sich Angel City am Samstagabend in Salt Lake City mit 1:0 gegen die Utah Royals durch. Das Spiel auf dem America First Field war von zwei Roten Karten geprägt und endete mit einem knappen Auswärtserfolg für die Gäste. Interessant wird es dabei, wie die Begegnung verlaufen ist.
Um die elfte Minute sah Paige Monaghan die rote Karte, und in der zwanzigsten Minute folgte Ana Tejada Jiménez. «Und dann» veränderte sich das Bild auf dem Platz deutlich, denn beide Mannschaften spielten fortan mit einem Spieler weniger. In der vierundzwanzigsten Minute wurde ein Elfmeter verhängt, den Allyson Sentnor in der folgenden Minute verwandelte. Nebenbei fiel auf, dass die Schiedsrichter die Situation nach einer VAR-Überprüfung bestätigten.
Die Gastgeberinnen gaben nicht auf. Taylor Suarez erzielte in der siebenundvierzigsten Minute den Ausgleich, und Sveindis Jane Jónsdóttir sorgte in der sechzigsten Minute für die erneute Führung. «Das Verhältnis ist zerrüttet», wenn man so viele Tore in einer so kurzen Zeit sieht. Die Royals konnten den Rückstand nicht mehr aufholen, obwohl sie noch einmal Druck machten.
Die Statistik zeigt ein deutliches Übergewicht der Gäste. Angel City hielt 74 Prozent Ballbesitz und schoss zehnmal aufs Tor, während die Royals nur zwei Versuche hatten. Die Schussgenauigkeit lag bei den Gästen bei 42 Prozent, bei den Gastgeberinnen bei 29 Prozent. «Die hohe Abwehrkette wurde ausgehebelt», wenn man die Zahlen betrachtet. Die Royals hatten 50 Angriffe, Angel City kam auf 91.
Der Sieg bedeutet, dass Angel City in der Tabelle aufholt. Die Royals bleiben auf dem fünften Platz mit 42 Punkten, die Gäste sind Sechste mit 39 Punkten. «In solchen Spielen zählt die Tabelle nicht», aber am Ende steht da, was gestanden hat. Die Royals verlieren damit einen wichtigen Punkt im Kampf um die vorderen Ränge.