Am Freitagabend trafen Cherbourg und Istres in der ProLig aufeinander. Das Spiel endete 31:27 für die Gastgeber. Der Vorhersage von uns nach hätte die Partie anders verlaufen müssen, interessant wird es, wie Cherbourg diesen Unterschied machte.
Die Heimmannschaft führte nach vier Spielen bereits ungeschlagen: vier Siege, acht Punkte. Istres kam auf drei Spiele mit einem Sieg und zwei Unentschieden, zwei Punkte reichten für Platz acht. Nebenbei fiel auf, dass Cherbourg in den letzten Begegnungen durchgehend traf: 32:31 gegen Fronignan, 31:29 gegen Pont-Combo, 37:31 gegen Draguignan Var. Die Gäste zeigten ein anderes Bild: 30:33 gegen Po Billere, 34:22 gegen Draguignan Var, 29:33 gegen Valence.
Wir hatten eine Siegchance für die Auswärtsmannschaft berechnet, 73 Prozent. Der Satz »Wir gaben einen Sieg für Istres an« bleibt dann nur noch Geschichte. Was Cherbourg anders machte, war die Geschwindigkeit im Umschalten. Die Gastgeber standen tief und kompakt, wenn sie nicht besaßen, und schnürten den Gegner ein, sobald sie den Ball zurückeroberten.
Die Tore fielen nicht aus einer einzigen Phase. Es waren mehrere Abschnitte, in denen Cherbourg den Deckel draufmachte. Istres leistete sich zu viele Fouls in kritischen Momenten, das änderte nichts am Ergebnis, aber es zeigte, dass die Gäste nachher kamen. Der Unterschied lag in der Umsetzung, nicht in der Anzahl der Versuche.
Cherbourg steht damit weiterhin ungeschlagen. Acht Punkte aus vier Spielen, ein Abstand zu den Teams dahinter, der sich nicht sofort auflöst. Istres bleibt bei zwei Punkten und einem Sieg, die Tabelle sagt noch wenig aus, aber der Abstand wächst.
Was bleibt, ist der Eindruck, dass Cherbourg jederzeit einen Gang zulegen kann. Die Gastgeber haben sich zuletzt stabilisiert, die Gäste müssen noch finden, woran sie arbeiten wollen. Die Quote hat sich kaum bewegt, weil das Spiel nicht überraschte, sondern bestätigte, was Cherbourg in dieser Saison zeigt.