Die 2. Bundesliga lieferte am Samstagabend eine Überraschung: TSV Dormagen Bayer besiegte den ungeschlagenen Tabellenführer aus Leipzig mit 27:26 (13:13, 14:13). Das Spiel an der Sporthalle am Rande der Stadt endete mit einem knappen Sieg für die Gäste, die damit ihre erste Saison-Niederlage für die Hausherren bedeutete.
Leipzig hatte sich in den vergangenen vier Spielen kaum eine Chance genommen. 37:35 gegen Elbflorenz, 33:32 gegen Lübeck-Schwartau – die Mannschaft dominierte mit klaren Distanzen. Nebenbei war die Defensive stabil: nur ein Tor Unterschied beim 24:23 gegen Minden. Diese Dominanz sollte sich in diesem Spiel nicht wiederholen.
Dormagen kam aus einer schwächeren Phase. Von vier Spielen hatte die Mannschaft nur einen Sieg geholt, drei Partien endeten unentschieden. Doch am Freitagabend gab es einen wichtigen Erfolg: 28:26 gegen Essen. interessant wird es, wenn man sieht, wie diese Energie in das Spiel gegen den Tabellenführer einfloss.
Die erste Halbzeit war ausgeglichen. Beide Seiten fanden rhythmisch ins Spiel, die Führung wechselte mehrfach. 13:13 zur Pause war ein fairer Stand für beide Teams. Leipzig hatte zwar mehr Chancen, aber Dormagen verteidigte konsequent und nutzte die eigenen Möglichkeiten effizienter.
In der zweiten Halbzeit blieb das Bild ähnlich. Die Gäste blieben dran, ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Leipzig kämpfte zurück, aber die entscheidenden Momente fehlten. Ein Freistoß, der nicht verwandelt wurde, eine Parade, die nicht gehalten werden konnte – solche Details entscheiden Spiele dieser Art.
Was das Ergebnis für die Tabelle bedeutet: Leipzig rutscht auf den zweiten Platz ab. Mit acht Punkten bleibt die Mannschaft zwar vorne, aber der Vorsprung schmilzt. Dormagen sammelte mit dem Sieg zwei wichtige Punkte und bleibt mit zwei Zählern auf Platz 15.
Wir hatten auf einen Heimsieg gesetzt, die Wahrscheinlichkeit lag bei 80 Prozent. Die Prognose traf nicht zu. Was den Unterschied machte? Dormagen war in jedem Zweikampf präsent, während Leipzig in entscheidenden Situationen nicht die nötige Präzision fand. Ein Spiel, das zeigte: in der 2. Bundesliga ist nichts sicher.