Am Sonntagabend trafen Győri ETO und Honvéd in der 7. Runde der NB I aufeinander. Das Spiel endete 3:2 für die Heimmannschaft, und interessant wird es, weil das Ergebnis erst in der Nachspielzeit entschieden wurde. Nebenbei sei angemerkt, dass wir vorher eine 93-prozentige Wahrscheinlichkeit für einen Heimsieg kalkuliert hatten – und genau das trat ein.
Die Gastgeber standen von Anfang an unter Druck. Honvéd kontrollierte die Ballbesitzverhältnisse mit 49 Prozent und hatte mehr Schüsse im Ziel. Daniel Štefulj brachte Győri ETO in der 67. Minute mit einem Treffer in Führung, der in der 69. Minute per VAR bestätigt wurde. Reda Eddarraj glich für Honvéd in der 75. Minute aus, aber Norbert Urblik kehrte die Führung in der 90+1. Minute zurück.
Und dann kam die letzte Phase des Spiels. Honvéd glich in der 90+3. Minute durch I. Pekár aus, doch der VfB-Ausgleich war nur von kurzer Dauer. Miljan Krpic verwandelte einen Elfmeter in der 90+8. Minute und sicherte den Heimsieg. Nebenbei fiel auf, dass beide Teams in der Schlussphase zahlreiche Wechsel vornehmen mussten – Honvéd brachte in den letzten Minuten gleich drei Spieler für die Verteidigung ins Spiel.
Die Statistiken zeigen ein interessantes Bild. Győri ETO hatte zwar weniger Ballbesitz mit 51 Prozent, war aber effizienter: Von fünf Schüssen auf das Tor trafen zwei. Honvéd hatte acht Schüsse aufs Tor, doch nur zwei verwandelten sich. Die Gastgeber blockten sieben Bälle, während die Gäste fünf blockten. Fouls wurden von beiden Seiten gleichmäßig verteilt – 10 für Győri ETO und 17 für Honvéd.
Das Ergebnis hat Auswirkungen auf die Tabelle. Győri ETO bleibt mit 9 Punkten auf dem 5. Platz, Honvéd bleibt mit 6 Punkten auf dem 11. Platz. Für die Gastgeber war es nach der 0:3-Niederlage gegen Ferencváros am Freitag ein wichtiger Punktgewinn. Für Honvéd war es der zweite Sieg in Folge nach dem 1:0 gegen Zalaegerszeg.
Interessant wird es, wie beide Teams das nächste Mal antreten werden. Győri ETO muss beweisen, dass der Sieg kein Zufall war. Honvéd hat gezeigt, dass es gefährlich sein kann, aber die Defensive muss noch arbeiten.