Jonava und Daugavpils trafen am Freitag im 1-Liga-Spiel um den 23. Spieltag aufeinander. Das Ergebnis blieb bei null zu null. Ein Punkt für jede Seite, aber nur einer davon hatte eine Chance auf mehr.
Das Spiel lief über weite Strecken zäh. Beide Mannschaften suchten nach Rhythmus, fanden ihn aber nicht. Jonava hatte zuletzt mit zwei zu eins gegen Transinvest 2 gewonnen, Daugavpils musste sich am Vortag drei zu zwei gegen Minia geschlagen geben. Vor dem Match war man sich sicher gewesen: die Gäste sollten gewinnen. Fünfzigzwei Prozent waren angegeben worden. Der Matchverlauf hat das nicht bestätigt.
Was den Spielplan durchkreuzte, kam spät. Im neunzigsten Spielminute folgte eine Rote Karte. Wann genau, steht nicht fest. Aber sie änderte die Stimmung auf dem Platz, ohne dass noch etwas zählbares daraus wurde. Niemand schoss, niemand verwandelte. Das Verhältnis blieb ausgeglichen, aber die Tabelle zeigt, warum das für Jonava bitter ist.
Zweiundzwanzig Spiele, sieben Siege, fünf Unentschieden, zehn Niederlagen. Sechsundzwanzig Punkte. An zehnter Stelle. Daugavpils steht mit dreißigsechs Punkten auf Rang sieben. Zwanzig Einsätze, zehn Siege, sechs Unentschieden, fünf Niederlagen. Der Abstand von zehn Punkten ist spürbar, besonders wenn man bedenkt, dass noch ein Spiel weniger gespielt wurde.
Beide Teams kamen aus unterschiedlichen Verläufen. Daugavpils hatte in den letzten fünf Partien nur einmal nicht gewonnen, Jonava verlor drei von vier Spielen bis zum Sieg gegen Transinvest 2. Jetzt stehen beide mit einem Punkt aus diesem Duell da. Der Unterschied bleibt: wer oben mitspielen will, muss solche Ergebnisse anders beenden.