Am Freitagabend traf der Tabellenzweite auf den Zwölften: Maccabi Petah Tikva gegen Ironi Tiveria in der dritten Runde der Ligat Ha-Al. Das Spiel endete 2:1 für die Gäste, was auf den ersten Blick paradox wirkt, wenn man die Zahlen betrachtet. Interessant wird es, wenn man den Verlauf nachzeichnet.
Die Partie begann mit einer Eigenmarke in der 14. Minute, als Nene Bi Gbamble den Ball im eigenen Netz versenkte. Bis zur 27. Minute behielt der Heimverein die Oberhand, dann fiel die Rote Karte für Bar Cohen. standen nur noch zu zehnt – und der Rhythmus änderte sich. In der zweiten Halbzeit steuerte José Cortés in der 61. Minute den Ausgleich, Ariel Cohen setzte in der 72. Minute den entscheidenden Treffer auf.
Wir hatten die Gäste favorisiert, die Wahrscheinlichkeit lag bei 73 Prozent. Und tatsächlich: die Kontrolle fiel denen zu, die weniger Ballbesitz hatten. Nebenbei zeigt das, wie schnell ein Spiel kippen kann, wenn ein Spieler vom Platz ist. Die Gastgeber hatten zwar die Bälle, aber keine Sicherheit im Abschluss.
Die Statistiken geben dem eine trügerische Sicherheit. 68 Prozent Ballbesitz, 25 Schüsse innerhalb des Strafraums, elf Eckbälle – und nur ein Tor. Die Gäste kamen auf 32 Prozent, sechs Schüsse im Strafraum und zwei Tore. Expected Goals lagen bei 3,06 zu 2,08. Viele Bälle, wenig Wirkung. zu diesem Preis ist kein Wert mehr drin.
Die Auswechslungen folgten dem Muster: in der 45. Minute wurden beide Seiten umgestellt, in der 67. Minute kam der zweite Wechselblock für beide Teams. Die Gelben Karten in der 58. und 71. Minute zeigten, dass das Tempo hoch blieb. Die Gastgeber versuchten, das Spiel zu kontrollieren, die Gäste warteten auf ihre Momente.
Im Vergleich zur Vorsaison hat sich etwas verschoben: Maccabi Petah Tikva steht auf Platz zwei nach drei Spielen, sechs Punkte. Ironi Tiveria liegt mit null Punkten auf dem zwölften Platz. Der Sieg ändert nichts an der Tabelle, aber er beendet eine schlechte Serie. retteten sich in die Verlängerung – nicht im Spiel, aber im Kopf. Die Gastgeber fahren nicht als Statisten an, wenn sie spielen.