Millonarios und Deportivo Cali spielten am Freitagabend in Bogota 1:1 in der Clausura der Primera A. Die Partie endete unentschieden, nachdem beide Teams jeweils einen Treffer erzielt hatten.
Der erste entscheidende Moment kam in der 39. Minute. Johan Martinez schlug für die Gastgeber zu und veränderte den Spielverlauf. Nebenbei fiel auf, dass Daniel Felipe Ruiz Rivera kurz zuvor die Gelbe Karte gesehen hatte — eine unglückliche Situation, wenn man bedenkt, dass er später ausgewechselt werden sollte.
Und dann, in der 60. Minute, glich Francisco Chaverra aus. interessant wird es, wenn man betrachtet, wie beide Teams auf die Halbzeitwechsel reagierten. Millonarios brachte Eduard Bello herein, während Deportivo Cali drei Spieler gleichzeitig einwechselte: Fabian Viafara, Steven Rodríguez und Nicolás Benedetti. Trainerarbeit zeigt sich oft in solchen Momenten.
Die Kartelei nahm im zweiten Durchgang deutlich zu. Von der 77. bis zur 91. Minute flogen gleich vier Gelbe Karten für Deportivo Cali — Leyser Chaverra Renteria, Leonardo Castro, David Silva und Avilés Hurtado sowie Rodrigo Ureña und Jose Carlos Caldera in der Schlussphase. Jaine Barreiro komplettierte die Liste in der 91. Minute.
Die Statistik spricht eine klare Sprache. Millonarios kontrollierte mit 53 Prozent Ballbesitz und erzielte 90 Angriffe gegenüber 84 der Gäste. Die erwarteten Tore lagen bei 1,74 für die Gastgeber und 0,57 für Deportivo Cali. Doch die Umsetzung blieb aus — sieben Schüsse ins Tor bei 41 Prozent Genauigkeit reichten nur zu einem Treffer nach dem ersten.
Das Ergebnis ändert wenig an der Tabelle. Millonarios bleibt Zehnter mit 26 Punkten nach neunzehn Spielen, Deportivo Cali liegt Neunter mit 27 Punkten. Beide Teams haben dieselbe Anzahl an Siegen, die Differenz liegt allein in den Unentschieden und Niederlagen.