Vorarlberg — Black Wings Linz 1:4
Am Sonntag lieferten sich Vorarlberg und die Black Wings Linz in der Eishockey Liga ein Spiel, das mit 1:4 für die Gäste endete. Das war kein überraschendes Ergebnis, denn die Platzierungen sprachen eine deutliche Sprache. Der Tabellenfünfte Vorarlberg hatte in neun Spielen nichts geholt, während die Linzer auf dem zweiten Rang stehen und sechs Siege vorweisen können.
Die Gäste waren von Anfang an die aktivere Mannschaft. Sie gingen ins Risiko und schufen deutlich mehr Situationen vor dem Tor des Gegners. Vorarlberg schaute zu, versuchte aus dem eigenen Drittel herauszukommen, scheiterte aber immer wieder an der Defensive der Linzer. Es war eine Begegnung, in der eine Seite den Rhythmus vorgab und die andere darauf reagierte.
Unser Prognose-Team hatte den Auswärtssieg vorhergesagt, mit einer Sicherheit von 67 Prozent. Interessant wird es, wenn man fragt, warum diese Einschätzung so nah an der Realität lag. Die Black Wings Linz sind seit fünf Spielen ungeschlagen, haben in dieser Zeit viermal gewonnen und einmal verloren. Sie haben den Gegner auseinandergenommen, indem sie über die Aussen spielten und den Ball bewegten. Vorarlberg hingegen hat in den letzten Spielen nur einmal gewonnen — und das war vor drei Wochen gegen Klagenfurt. Danach folgte eine Serie aus Niederlagen, die bis heute anhält.
Die Statistik ist eindeutig, aber sie sagt nicht alles aus. Die Linzer kontrollierten das Spiel, Vorarlberg konnte kaum eigene Angriffe aufbauen. Viele Schüsse, wenig Tore auf der einen Seite, eine klare Dominanz auf der anderen. Das Ergebnis von 1:4 ist in diesem Fall kein Zufall, sondern die logische Folge dessen, was das Spiel zeigte.
Für die Tabelle bedeutet das weiter nichts Neues. Vorarlberg bleibt am Ende der Liga, hat neun Niederlagen und null Punkte. Die Black Wings Linz festigen ihren zweiten Platz, haben drei Spiele weniger als die Spitze und liegen punktgleich mit ihr. Es ist kein großer Abstand, aber genug, um zu zeigen, dass die Gäste auf dem richtigen Weg sind.
Was bleibt, ist die Erinnerung an ein Spiel, in dem eine Mannschaft zeigte, was sie kann, und die andere, dass sie noch viel lernen muss. Das ist kein Urteil, das ist die Tatsache, die aus dem Spiel spricht.