Am Samstagabend bezwang die VCE Vienna Capitals den HC Val Pusteria mit 3:2 in der Lliga Hockey on Ice. Die Gastgeber aus Wien lagen lange unter Druck, doch sie hielten ihre Nerven. Die Partie endete mit einem Sieg, der in der Tabelle eher eine Bestätigung als eine Wende darstellt.
Interessant wird es, wenn man die Aufstellung betrachtet. Val Pusteria hatte in den letzten Spielen nur einen Punkt verloren, während Wien seit drei Partien nicht mehr ohne Niederlage geblieben war. Nebenbei fiel auf, dass beide Teams unterschiedliche Rhythmen in der Defensive zeigten. Wien zog die Abwehrkette enger, Val Pusteria suchte die Breite. Das war der Unterschied.
Und dann kam der Moment, den die Statistiken nicht einfangen. In der zweiten Halbzeit verloren die Wiener ihren Mann nicht, als es darauf ankam. Die Gaste aus Südtirol brachten die Ecke gefährlich vors Tor, doch der Torwart stand sicher. Das Spiel entschied sich nicht durch viele Schüsse, sondern durch zwei, drei richtige Entscheidungen. Die Quote hat sich kaum bewegt, aber der Matchverlauf nicht.
Was die Tabelle betrifft, so bleibt die Reihenfolge unverändert. Wien steht auf dem siebten Platz mit fünf Siegen aus neun Spielen. Val Pusteria behauptet sich auf Rang sechs nach acht Begegnungen. Beide Teams haben null Unentschieden, was den Charakter der Liga unterstreicht. Der Punktgewinn bedeutet für Wien, dass die Lücke zu den Spitzenreitern nicht enger wird.
Wir hatten den Auswärtssieg prognostiziert, mit einer Sicherheit von 49 Prozent. Die Prognose traf nicht ein. Der Grund lag nicht in der Form, sondern in der Momententscheidung. Wien ging in solchen Spielen die Kräfte aus, doch in der Schlussphase schlugen sie zu. Val Pusteria verlor seinen Mann, das war alles.