Remis in der SchücoArena: Arminia und St. Pauli teilen sich die Punkte
Arminia Bielefeld und St. Pauli haben am Freitagabend in der vierten Runde der 2. Bundesliga ein 2:2 erreicht. Die Gäste aus Hamburg glichen in der 65. Minute aus, nachdem sie zuvor bereits in Führung gegangen waren. Nebenbei fiel auf, dass beide Teams mit ihren Chancen nicht umgingen, obwohl die Statistik eine klare Dominanz der Gäste zeigte.
Jannik Rochelt eröffnete früh die Torschützenliste für die Heimmannschaft in der 13. Minute. Taichi Hara antwortete acht Minuten später für St. Pauli und sorgte für das 1:1 zur Halbzeit. Interessant wird es dann in der zweiten Hälfte: Joel Grodowski brachte Arminia in der 51. Minute wieder in Führung, doch Abdoulie Ceesay verwandelte in der 65. Minute den Ausgleich für die Gäste. Nebenbei kam es im Verlauf zu mehreren gelben Karten, die das Spiel temporeicher machten.
Die Besitzverhältnisse spiegelten den Spielverlauf wider. St. Pauli dominierte mit 56 Prozent, während Arminia bei 44 Prozent blieb. Doch die Torgefahr kam aus unterschiedlichen Richtungen: Die Gäste verwandelten fünf Schüsse ins Tor, während Arminia nur zwei traf. Die erwarteten Tore lagen bei 1,06 für Bielefeld und 1,0 für St. Pauli — eine Zahl, die zeigt, dass beide Mannschaften ihre Chancen nicht konsequent nutzten.
Umstellungen prägten die Spielgestaltung ab der Pause. Bei St. Pauli wechselte Trainer Martijn Kaars in der 45. Minute Branimir Hrgota gegen sich selbst aus, was taktisch seltsam wirkt. Arminia reagierte in der 66. Minute mit einem Doppeltausch: Jannik Rochelt wurde für monju thaddaus momuluh ausgewechselt. Die Gäste zogen in der 76. Minute Taichi Hara zurück und schickten Marvin Mehlem aufs Feld — ein Schritt, der jedoch nicht zum Erfolg führte.
Die Statistik offenbart ein torarmes Spiel. Beide Teams schossen insgesamt nur sieben Schüsse ins Ziel, dazu kamen sieben daneben. Arminia scheiterte an der Effizienz, St. Pauli an der Konzentration in den entscheidenden Momenten. Die gelben Karten für Marvin Mehlem, Tomoya Ando, Eric Smith, Arkadiusz Pyrka und Maximilian Bauer zeigten, dass die Nerven blank lagen. Der Markt sieht ein torarmes Spiel, und die Zahlen bestätigen das.
In der Tabelle bedeutet das Remis lediglich, dass keine Mannschaft Punkte verliert oder gewinnt. Arminia bleibt an zehnter Stelle mit drei Punkten nach drei Spielen, St. Pauli liegt auf Platz 16 mit ebenfalls zwei Punkten. Beide Teams haben verloren — nicht durch das Ergebnis, sondern durch die verpassten Möglichkeiten.