Am Sonntagabend in Houston endete das Duell der Ersten im AFC South anders, als die Statistiken der vergangenen Wochen es vermuten ließen. In der regulären Saison der NFL besiegten die Texans die Cowboys mit 27:24. Es war ein Spiel, das nicht über Dominanz entschieden wurde, sondern über die Fähigkeit, unter Druck die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Die Cowboys kamen mit der Sicherheit einer Offensive, die am Vortag gegen die Rams mit 52:0 einen neuen Standard gesetzt hatte. Aber interessant wird es, wenn man solche Erwartungen auf eine Defensive trifft, die sich gegen die Falcons erst mit viel Glück durchgekämpft hatte. Houston zeigte sich nicht einschüchtern. Nebenbei fiel auf, wie die Texans die Räume nutzten, die Dallas in der zweiten Hälfte offenließ.
Der Verlauf des Spiels war geprägt von einem ständigen Hin und Her. Dallas führte lange, doch die Texans hielten ihr Team im Spiel, auch als die Zeit gegen sie arbeitete. Und dann kam der Moment, in dem die Verteidigung von Houston die Kontrolle übernahm. Sie stoppten die Offensive der Cowboys in entscheidenden Situationen, statt nur Punkte zu kassieren. Das war der Unterschied zwischen einem Sieg und einer Niederlage.
Die Zahlen erzählen eine andere Geschichte als das Ergebnis. Die Cowboys hatten mehr Kontrolle, aber die Texans nutzten ihre Chancen effizienter. Es war kein Spiel mit vielen Punkten, aber jedes Zählerchen zählte. Die Verteidigung der Cowboys leistete sich zu viele Fouls in kritischen Momenten, was den Texans Raum zum Atmen gab.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Form nicht alles ist. Die Cowboys kamen aus einem 38:38 gegen die Jets, die Texans aus einer knappen 20:13 gegen Atlanta. Beide Teams waren nicht perfekt, aber Houston war in der entscheidenden Minute besser. Das Spiel zeigt, dass in der NFL nichts sicher ist, selbst nicht für die offensivstärkste Mannschaft der Liga.