Am Freitagabend trafen die Braves auf die Phillies in der regulären Saison der MLB. Das Spiel endete 12:2 für die Heimmannschaft. Interessant wird es dabei, wie schnell sich die Richtung ändert, wenn zwei Teams aufeinandertreffen, die sich in den Tagen zuvor noch die Waage gehalten haben.
Die Braves kamen nach fünf Spielen mit gemischtem Ergebnis. Am Vortag hatten sie noch 6:5 gegen die Phillies gewonnen, davor folgten Siege gegen die Rays und Niederlagen ebenfalls gegen die Rays. Und dann kam dieser Abend, an dem alles auf einmal lief.
Die Phillies waren in ähnlicher Verfassung unterwegs. Nach dem knappen Sieg in Atlanta folgte eine Niederlage gegen die Astros, dann ein deutliches 11:7 gegen dieselben Gegner. Nebenbei fiel auf, dass beide Teams in den letzten Tagen viel laufen liessen und wenig anbrennen liessen – doch am Ende war es nur eine Seite, die zählte.
Wir hatten die Gäste favorisiert, mit 68 Prozent Sicherheit. Und dann sah es anders aus. Nicht weil die Phillies schwach waren, sondern weil die Braves genau jenen Moment fanden, in dem sie sich nicht aufgeben. Zwölf Runs sind keine Statistik, die man vergisst.
Die Tabelle wird sich nicht über Nacht ändern, aber der Satz zwischen den Zeilen ist klar: Wer in Atlanta gewinnt, hat die Nerven behalten. Die Braves gingen die Kräfte aus, als sie es am wenigsten erwarteten – und holten sich trotzdem den Sieg.