In Caracas endete das Siebte der Clausura-Phase mit einem 1:1. Gastgeber und Gäste aus Lissabon — nicht, die brasilianische Mannschaft, sondern Portuguesa aus dem venezolanischen Ligabetrieb — blieben nach 90 Minuten unentschieden. Christian Adan·Larotonda Adan traf in der 34. Minute, José Pérez glich in der 78. Minute aus. Und dann blieb es so.
Die erste Hälfte zeigte wenig Struktur. Portuguesa dominierte die Ballbesitzverteilung, doch Caracas hielt kompakter. In der 34. Minute nutzte der Gaststürmer eine Lücke im Zentrum und schob den Ball zwischen die Beine des Torhüters. Nebenbei fiel in dieser Phase die erste Gelbe Karte für Luis Moreno, 33. Minute, ein Foul im Mittelfeld.
Die zweite Hälfte begann mit einer Änderung im Setup. Caracas brachte Heber García in der 46. Minute für die Defensive. Interessant wird es, wenn man die Reihenfolge betrachtet: erst die taktische Anpassung, dann die Gelbe Karte für Jesús Yendis in der 45.+3. Minute. Caracas verteidigte tiefer, Portuguesa suchte nach Lösungen.
Der Ausgleich kam aus einem Standard. In der 78. Minute stand José Pérez am richtigen Platz, als die Ecke hereingeholt wurde. Und dann war es 1:1. Bis dahin hatte der Gastgeber keine Großchance verwertet, obwohl die Zahlen anders aussahen: Caracas hatte mehr Schüsse, Portuguesa mehr Torgefahr.
Die Disziplin blieb bis zum Ende fragil. Sieben Gelbe Karten in 90 Minuten — Juan Uribe in der 63., Keiver Zúñiga in der 69., Lucciano Reinoso und Germán Aguirre jeweils in der 90.+1. Minute. Nebenbei fiel auf, dass beide Trainer in der zweiten Hälfte durchwechselten, um die Struktur zu halten.
Die Tabelle zeigt, was das Ergebnis bedeutet. Caracas bleibt auf dem zehnten Platz mit 21 Punkten nach 19 Spielen. Portuguesa steigt auf den vierten Platz mit 31 Punkten. Interessant wird es, wenn man die letzten fünf Spiele betrachtet: Caracas verlor nichts, Portuguesa verlor einmal.
Ein Punkt für beide Seiten. Und dann geht es weiter zur nächsten Runde, wo die Positionen in der Tabelle entscheiden werden, wer als Statist anreist und wer die Kräfte schonen muss.