Im DFB-Pokal, Runde der 64, setzte sich Darmstadt 98 am Sonntag im Ernst-Abbe-Sportfeld mit 2:1 gegen Karl-Zeiss Jena durch. Der Sieg der Gäste fiel nach einem Spiel, in dem die Gastgeber zunächst überraschend in Führung gingen, ehe der Gegner die Kontrolle übernahm. Und dann drehte sich das Blatt in der zweiten Halbzeit nicht mehr.
Milan Smit entschied in der elften Minute bereits die erste Chance für die Gäste. Jena antwortete durch Elias Löder in der 38. Minute und glich kurz vor der Pause aus. Doch Lance Duijvestijn traf in der 40. Minute zum 2:1 – und damit war der Grundstein für den Sieg gelegt. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie schnell die Gäste nach dem Ausgleich die Initiative übernahmen.
Jena wechselte in der zweiten Halbzeit mehrfach, um das Spiel noch zu drehen. Emilio Munser kam in der 62. Minute, gefolgt von Jean Miguel Boog und Manasse Eshele in der 72. Minute. Carlo Sickinger und Noah Weißhaupt brachten die Gäste auf den Platz – nebenbei zeigte sich, dass die Hausherren mit den Einwechslungen nicht den gewünschten Effekt erzielten. Kevin Lankford und Sören Reddemann erhielten Gelb, wobei die Strafen eher die Nervosität der Gastgeber widerspiegelten.
Die Statistik bestätigt das Bild: Jena hatte 47 Prozent Ballbesitz, Darmstadt 53. Beide Mannschaften schossen zehn Mal, fünf Treffer auf das Tor. Doch die erwarteten Tore zeigen den Unterschied – 0,86 für Jena, 1,46 für die Gäste. Und dann steht da auch noch die Anzahl der Angriffe: 114 gegen 127. Die Zahlen erzählen, was die Augen bereits sahen.
Für Karl-Zeiss Jena bedeutet das Aus in der ersten Runde. Die letzten Spiele waren erfolgreich gewesen – gegen Bayreuth, gegen Union Berlin – doch im Pokal reichte es nicht. Darmstadt 98 hingegen setzt die Serie fort, die zuletzt unterbrochen war. Der Sieg ist verdient, weil die Gäste die entscheidenden Momente nutzten.