America und Austin trennten sich im Achtelfinale des Pokalwettbewerbs mit 1:1 nach regulärer Spielzeit. Und dann folgte das Elfmeterschießen, in dem beide Teams ihre Chancen verwerteten — bis auf zwei. Das Ergebnis entschied sich erst nach 120 Minuten, als die Nerven auf dem Rasen spürbar waren.
Die erste klare Chance ergab sich in der 48. Minute, als J. Gallagher per Eigentor die Gäste in Führung brachte. Interessant wird es, wenn man bedenkt, dass America in dieser Phase bereits 64 Prozent Ballbesitz hatte und mit 119 Angriffen dominierte. Austin kam auf 65 Angriffe und 36 Prozent Besitz — ein klares Ungleichgewicht, das sich nicht in der Torausbeute widerspiegelte.
Erst in der 67. Minute glich M. Uzuni aus. Bis dahin hatte America zwei Schüsse aufs Tor abgegeben, Austin ebenfalls zwei. Nebenbei fiel auf, dass die Gastgeber fünf Schüsse blockten, während die Gäste nur zwei zuließen. Die Abwehrarbeit der Besucher war präziser, auch wenn sie unter Druck stand.
Im Elfmeterschießen zeigten sich die Unterschiede deutlicher als im Spielverlauf. America traf siebenmal von elf Versuchen, Austin achtmal von elf. E. Lara vergab für die Gastgeber, I. Sanchez verwandelte für die Gäste. Der Torhüter von America hielt einen Versuch — das war entscheidend.
Die Statistiken erzählen eine andere Geschichte als das Ergebnis. America hatte 17 Kopfduelle gewonnen, Austin ebenso viele. Die Gäste waren in Zweikämpfen erfolgreicher: 14 von 23 Tacklingen versus 12 von 21. Und dann kam es darauf an, wer den letzten Elfmeter verwandelte — das geschah in der 120. Minute plus sechs Sekunden.
Für die Gruppe bedeutet das: Beide Teams bleiben im Rennen. America hatte zuvor drei Siege in Folge eingefahren, Austin zwei. Der Unentschieden-Status interessiert wird es in der nächsten Runde — wenn die Paarungen feststehen, wird klarer, wer von diesem Ergebnis profitiert hat.