Dynamo Moskau besiegte die Rodina Moskau am Sonntag im Rahmen der fünften Runde der Premier-Liga mit 3:1. Die Gastgeber zeigten nach dem 1:0-Vorsprung durch I. Pozo in der 31. Minute vor allem im zweiten Durchgang die bessere Kontrolle. Das Ergebnis bedeutet für Dynamo den dritten Sieg in sechs Spielen und hält die Mannschaft auf dem sechsten Tabellenplatz.
Die Szene, die das Spiel drehte, kam erst nach der Halbzeit. Nebenbei fiel auf, dass die Rodina in der ersten Halbzeit kaum Gefahren entwickelte — die Statistik zeigt nur zwei Schüsse aufs Tor bei 29 Prozent Treffergenauigkeit. Interessant wird es, wenn man betrachtet, wie Dynamo nach dem 1:0 durch K. Tyukavin in der 38. Minute die Partie im Alleingang entschied. Zwei weitere Tore in Folge, eines durch Tyukavin selbst in der 50. Minute, eines durch A. Miranchuk in der 56., sorgten für eine klare Abgrenzung.
Die Taktik der Gastgeber war erkennbar: 64 Prozent Ballbesitz, 309 Pässe in der gegnerischen Hälfte, 130 Passversuche ins letzte Drittel. Die Rodina spielte mit weniger Sicherheit — 204 erfolgreiche Pässe gegenüber 418 bei den Gastgebern. Und dann kam der Moment, in dem die Rodina völlig den Faden verlor: vier gelbe Karten in der zweiten Halbzeit, davon zwei in der 69. Minute allein. Das Verhältnis ist zerrüttet, wenn man so viele Fouls zulässt und dabei keine eigenen Chancen kreiert — nur eine Big Chance steht bei den Gästen zu Buche.
Die Zahlen erzählen eine Geschichte von überlegener Dominanz. Dynamo erzielte drei Tore aus 15 Schüssen im Strafraum und sieben außerhalb, die Rodina hatte sechs Schüsse im Strafraum und einen von außen, davon nur zwei aufs Tor. Die erwarteten Torgefahr-Werte liegen bei 2,75 für Dynamo und 0,83 für die Rodina. Viele Schüsse mit einem Tor means chances went begging — so gesehen war das 3:1 sogar noch knapp ausgefallen.
Für die Tabelle bedeutet der Sieg eine Bestätigung der Formkurve. Dynamo hatte zuvor drei Niederlagen in Folge erlitten, gegen Krasnodar, Zenit und Baltika. Die Rodina steht mit vier Punkten auf dem 13. Platz und hat vier Spiele verloren. Das Ergebnis beendet keine Serie, aber es zeigt, dass die Gastgeber nach den schwachen Wochen wieder auf Kurs sind.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass solche Spiele nicht über die volle Länge entschieden werden. Dynamo lag nach 45 Minuten nur mit einem Tor vorne, und in der 50. Minute war das Ergebnis noch offen. Es waren drei- vier Momente, die den Unterschied machten — und das war es, was zählte.