Estudiantes de La Plata und Corinthians kamen am Mittwochabend im Estadio Jorge Luis Hirschi zu einem 1:1 in der Viertelfinal-Rückrunde der Copa Libertadores. Das Spiel endete mit einem Unentschieden, das beide Teams in die nächste Runde schickt oder zumindest die Chancen offen hält.
Die Partie begann früh mit einem Tor. In der vierten Minute schoss Alexis Castro für Estudiantes die Gastgeber in Führung. Corinthianer kamen nicht sofort zurück, aber in der neunundvierzigsten Minute glich Kaio César aus. Zwei gelbe Karten in der ersten Halbzeit für Estudiantes – Guido Carrillo und Breno Bidon beide in der 28. Minute – zeugten von der Spannung.
Nebenbei fiel auf, wie beide Teams die Ballbesitzverteilung handhabten. Estudiantes mit 51 Prozent lag leicht vorn, doch Corinthianer wirkten auf der Gegenseite nicht schwächer. Die Statistik zeigt: Estudiantes hatte 109 Angriffe gegen 84, aber die Effizienz unterschied sich kaum. Beide Teams landeten auf einer Torschussquote von 43 Prozent.
Interessant wird es bei den erwarteten Toren. Estudiantes kam auf 0,86, Corinthians auf 0,69. Die Dinger landeten nicht im Netz, wie es sein sollte. Sechs Treffer auf dem Ziel für Estudiantes, drei für Corinthians – und doch nur zwei Tore im Spiel. Chancen, die verstreichen. Das ist das, was solche Spiele macht.
Wir hatten den Sieg der Gäste vorhergesagt, mit 51 Prozent Sicherheit. Der Matchplan ging nicht auf. Estudiantes verteidigte besser, als erwartet, und nutzte seine frühe Führung. Corinthianer fand kein Mittel, um das Spiel zu drehen, obwohl sie in der Tabelle vorn liegen – elf Punkte nach sechs Spielen gegen neun für die Gastgeber.
Die Tabelle ändert sich wenig. Estudiantes bleibt auf Platz zwei, Corinthians führt weiterhin. Was zählt, ist der Moment, in dem die Partie entschieden wurde. Und der war nicht die Statistik, sondern die Minute, in der keiner die Führung hielt.