Arce zeichnete das Spiel allein: 2:1 für Independiente Rivadavia
In der Clausura-Phase 4 der argentinischen Profiliga setzte sich Independiente Rivadavia am Freitagabend mit 2:1 gegen Estudiantes de Río-Corto durch. Der Sieg festigte die Position der Gastgeber an der Tabellenspitze. Nebenbei zeigt die Statistik, dass die Partie nicht nach Plan lief — Estudiantes hielt den Ball seltener, aber wirkte gefährlicher in den wenigen Momenten.
Erst in der 71. Minute entschied sich das Spiel. Alex Adrian Arce verwandelte einen Elfmeter, und dann kam die Bestätigung. In der 80. Minute erzielte er sein zweites Tor — interessant wird es, wenn man bedenkt, wie wenig Chancen beide Seiten bis dahin kreierten. Für Estudiantes blieb die Trostprämie in der 88. Minute durch Gabriel Gustavo Alanis.
Die Kartenflut verdeutlichte die Nervenlage. Vier Gelbe zeugten von der Spannung: Moreno in der 11. Minute, Gonzalez in der 40., Studer in der 56. und G. Gonzalez in der 59. Die Auswechslungen zählten zur taktischen Auseinandersetzung — Rios, Sartori, Garro, Osella, Fernandez und Gonzalez wechselten ein und aus. Der Eigengewächs Arce traf beim ersten Einsatz mit zwei Toren.
Die Zahlen erzählen eine andere Geschichte. 65 Prozent Ballbesitz für die Gastgeber, 146 Angriffe gegenüber 78. Doch interessant wird es bei den Chancen: Independiente schuf vier große Situationen, Estudiantes nur zwei. Die erwarteten Tore lagen bei 2,58 zu 0,53 — ein Unterschied, der die Schüsse erklärt. 13 Schüsse auf Ziel gegen drei, aber die Quote war nicht immer freundlich.
Was die Tabelle verändert, ist einfach. Independiente Rivadavia bleibt mit 34 Punkten aus 16 Spielen auf Platz eins. Estudiantes de Río-Corto liegt mit fünf Punkten an 15. und hat keine Chance, sich noch zu retten. Die Gastgeber verlieren ihren Mann nicht an der Spitze — sie halten ihn fest.
Die letzten Spiele der Gastgeber zeigten Schwankungen: 1:2 gegen Sarmiento, 2:1 gegen Huracan, 0:0 gegen Atletico Tucuman. Estudiantes schaffte nur ein 1:0 gegen Tigre und verlor sonst. Die Hitze bremste das Tempo, aber die Tore kamen trotzdem. Die Partie im Alleingang entschieden war nicht nur arithmetisch gemeint.
Am Ende steht Independiente Rivadavia auf der Kippe nicht — es steht oben. Drei Tore entschieden das Spiel, der Rest war Hintergrund. Wer die 20. Minute sah, weiß: hier ging es um Haltung, nicht um Zahlen.