Istres und Valence trafen am Donnerstagabend in der ProLigue aufeinander. Das Spiel endete 29:33 für die Gäste, «und dann» war die Tabelle plötzlich anders als erwartet. Beide Teams stehen nach der ersten Runde mit je einem Unentschieden und null Punkten da, interessant wird es aber beim Vergleich der Leistungen.
Die meisten setzten auf die Gastgeber. Wir hatten einen Sieg der Hausherren prognostiziert, «nebenbei» mit 95 Prozent Sicherheit. Der Einsatz blieb ungenutzt, der Weg des Spiels war ein anderer. Valence nahm den Druck nicht weg, «sie liessen sich nicht beirren» und nutzten die offenen Phasen.
Die Gastgeber kamen zwar früh ins Spiel, «waren früh durch» in ihren ersten Aktionen. Doch Valence fand sofort Antworten, «machte den Unterschied» durch konsequente Ausführung. Die Gäste zeigten, «dass sie mehr können als die letzten Ergebnisse vermuten liessen».
Valence hatte zuvor gegen Scherbur knapp verloren, 35:36. «Die Verhandlungen sind festgefahren» in der Formkurve, «müssen zu Hause liefern» war die Devise nicht mehr nötig. Istres hingegen hatte zuletzt gegen Dijkon gewonnen, 33:26. «Fällt für den Rest der Saison aus» — nein, der Sieg reichte nicht, um die Gäste zu stoppen.
Was die Prognose brach, war die Ruhe der Abwehr auf beiden Seiten. Istres «fanden nie ins Spiel» in der zweiten Hälfte. Valence «stehen mit einem Bein in der nächsten Runde» — so etwas gibt es hier nicht, aber die Stimmung kippte. Das Unentschieden in Runde eins ist egal, «zu diesem Preis ist kein Wert mehr drin», wenn man verliert.