Am Donnerstagabend bezwang Flensburg-Handewitt den HC LEMGO mit 39:30 in der Bundesliga. «Und dann» wird es interessant, wenn man die Tabelle betrachtet: Die Gäste liegen damit weiterhin auf dem zweiten Platz, während die Gastgeber auf Platz sechs notiert sind. Das Ergebnis ändert nichts an der grundsätzlichen Verteilung der Kräfte in der Liga.
Flensburg-Handewitt hat nach drei Spielen sechs Punkte gesammelt, alles Siege. «Nebenbei» sei gesagt: Der Abstand zu den Verfolgern in der Spitzengruppe wächst langsam, aber stetig. Der HC LEMGO hingegen kommt nach zwei Siegen und einem Unentschieden auf vier Punkte. Das Unentschieden gegen einen direkten Konkurrenten wie Kopenhagen oder Kiel wäre vielleicht der richtige Drehpunkt gewesen.
Ein Vergleich der letzten Begegnungen zeigt ein Muster. Am 15. August unterlag Lemgo in Flensburg mit 32:34. Jetzt war das Spielbild umgekehrt: Flensburg dominierte deutlich, Lemgo fand keine Antwort auf den Druck. «Sie brachen nach dem Gegentor ein» — solch eine Formulierung wäre nur dann gerechtfertigt, wenn man die Spielverläufe im Detail gesehen hätte. Was wir haben, ist die Zahl.
Die Tabelle ist noch jung. Drei Spiele bedeuten wenig Aussagekraft. «Interessant wird es» erst, wenn sich die Muster stabilisieren. Flensburg bietet bisher nichts anderes als konstante Leistung. Lemgo wirkt wackelig: Sie gewinnen, sie unentschieden, sie verlieren — ohne erkennbare Linie.
Was das Ergebnis für die Zukunft bedeutet, lässt sich noch nicht sagen. Aber eines ist klar: Flensburg-Handewitt hat sich bestätigt, was viele bereits vermuteten. Die Mannschaft ist stabil, die Ergebnisse folgen. Lemgo muss sich noch finden.