Loudoun United und New Mexico United trennten sich in der Gruppenphase der USL Championship ohne Treffer. Das Spiel endete 0:0, doch der Abend ging in die Erinnerung — nicht wegen der Tore, die ausblieben, sondern wegen der roten Karte, die den Rhythmus veränderte. J. Melto Quiah stand kurz nach der halben Stunde mit zwei gelben Karten davor, wurde dann noch einmal verwarnt und sah Rot.
In der zehnten Minute erhielt Quiah seine erste Verwarnung, in der einunddreißigsten folgte die zweite. Wenige Sekunden später die rote Karte — er verliess das Spielfeld. Nebenbei: Lautoun hatte zuvor schon eine gelbe Karte auf dem Konto, New Mexico United drei weitere im weiteren Verlauf. Der Konflikt wurde öffentlich, die Karten stapelten sich.
Nach der Reduzierung auf zehn Mann ging Loudoun ins Risiko, doch die Aufteilung änderte sich nicht grundlegend. Die Gäste hatten mit einem Mann weniger zu tun, doch auch sie fanden die Lücke nicht. P. Santos und N. Reid-Stephen wechselten für Loudoun, J. Rennicks folgte, später kamen J. LaCava, G. Hurst, J. Murphy, J. Erlandson. Die Substitutionen dienten der Durchhalteparade, nicht dem Angriff.
Interessant wird es bei den Zahlen. Loudoun United dominierte den Ball mit fünfundfünfzig Prozent, schoss achtzehn Mal, acht auf Ziel. New Mexico United hatte achtzehn Schüsse, nur einen aufs Tor. Die Gäste machten mehr Angriffe — sechshundertsechsundachtzig zu fünfundachtzig — doch die Qualität blieb fern. Lautoun United kreierte eine klare Chance, New Mexico United null. Interessant wird es, wenn man die Schüsse betrachtet: viele, wenig Treffer, ein Tor weniger.
Die Tabelle zeigt, was der Punkt bedeutet. Loudoun United steht an zehnter Stelle mit zweiundzwanzig Punkten aus einundzwanzig Spielen, New Mexico United auf Platz zwei mit siebenunddreissig Punkten. Der Gastgeber hat mit elf Remis eine besondere Art des Unentschiedens — nicht schön, aber effektiv. Die Gäste verloren in der letzten Runde nicht, doch heute reichte es nicht mehr als ein Punkt. Der Konflikt wurde öffentlich, die Karten stapelten sich — und am Ende blieb es bei null zu null.