Am Mittwochabend setzte sich Lugano in der 3. Qualifikationsrunde der UEFA Conference League mit 2:0 gegen NSI Runavik durch. Die Schweizern zeigten von Beginn an mehr Kontrolle, während die Färinger kaum Druck aufbauen konnten. Interessant wird es bei der Umsetzung der Chancen, die Lugano sich erarbeitete.
Die erste Minute, die wirklich zählte, war die siebte. E. Pihlstrom traf und schickte seine Mannschaft in Führung. Runavik versuchte, aus dem Gleichgewicht zu kommen, doch Lugano blieb straff. Nebenbei fiel auf, dass die Gastgeber kaum Fehler in der eigenen Hälfte machten und den Ball sicher verteilten.
Erst in der 80. Minute folgte der zweite Treffer durch K. Behrens. Bis dahin hatte Lugano bereits mehrere Möglichkeiten ausgelassen, was die Statistik mit 2,98 Expected Goals bestätigt. Die Gäste blieben mit 0,54 xG weit entfernt. Und dann kamen die Wechsel: Kendouci (61'), Cimignani (72'), Przybylski (77'), Pihlstrom (82%), Lindh (85%) – Lugano steuerte das Spiel bis zum Ende.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Lugano kontrollierte 69 Prozent der Ballbesitzzeit und erzielte 22 Schüsse, davon neun aufs Tor. Runavik kam auf fünf Versuche, nur einer davon zielte Richtung Tor. Zwölf erfolgreiche Kopfballduelle gegen 21 bei den Schweizern zeigten, wer die Luft beherrschte.
Die Konsequenz dieses Spiels ist klar. Lugano zieht in die nächste Runde ein und hat den Rhythmus der Qualifikation gefunden. Runavik kehrt ohne Punkte zurück und muss festhalten, dass die Lücke zwischen den Teams größer war als erwartet. Interessant wird es bei der Frage, ob die färöische Mannschaft aus diesem Match lernen kann.