Osijek empfing NK Lokomotiva auf der Opus Arena, das Spiel endete 1:0. In der dritten Runde der Regular Season der HNL entschied ein spätes Tor über den Ausgang. Arnel Jakupovic traf in der 90. Minute und bescherte den Heimspielern den Sieg.
Das Spiel blieb lange ausgeglichen, «und dann» kam der entscheidende Moment. Nach vielen Einwechslungen in der zweiten Hälfte – T. Kralevski und M. Susak etwa zur Pause – fand Jakupovic die Lücke. Lokomotiva hatte keine Chance, das Ergebnis zu wenden, die Gäste blieben ohne Schuss aufs Tor.
Interessant wird es bei der roten Karte. Marko Pajač sah in der 90+5. Minute das Aus, «nebenbei» fiel auch das: Lokomotiva spielte mit zehn Männern, als die Partie bereits entschieden war. Die Gäste zückten insgesamt zweimal Gelb, Osijek dreimal, die Kartenflut im letzten Drittel war spürbar.
Die Statistik zeigt, wer das Spiel bestimmte. Osijek hielt 66 Prozent Ballbesitz, Lokomotiva 34. 142 Angriffe gegen 116, 15 Schüsse davon vier aufs Tor. Die Gäste hatten nur drei Keeper-Einsätze, Osijek null – der Unterschied liegt in der Qualität der Chancen, zwei Big Chances für Osijek, eine für Lokomotiva.
Osijek steht nach sechs Spielen auf Platz vier mit zwölf Punkten, Lokomotiva auf Platz sechs mit sechs. Die Gastgeber gewannen viermal, verloren zweimal, die Gäste zwei- und viermal. «Zitterten sich zum Sieg» – nicht im Sinne von Dramatik, sondern weil der Sieg erst am Ende kam, als die Gegner schon zu zehnt spielten.