Pohang Steelers und Gimcheon Sangmu beendeten das Duell in der K-League 1 am 9. September mit einem 0:0. Die Partie im Pohang Steel Yard war vor allem eine Episode um die rote Karte für Lee Jung-Taek in der 58. Minute, und nebenbei zeigte sich, wie sich beide Teams nach dem Ausfall ihres Gegenspielers verhielten.
Interessant wird es, wenn man die Zahlen betrachtet. Pohang verfügte über 51 Prozent Ballbesitz und erzielte sechs Treffer aufs Tor, Gimcheon zwei. Beide Mannschaften kreierten keine Torchancen mit Großgelegenheit. Pohangs Torwart musste einmal halten, sein Gegenspieler sechsmal. Die Statistik zeigt einen klaren Unterschied: viele Schüsse, wenig Gefahr.
Und dann der Moment, der die Partie prägte. In der 42. Minute zeigte Schiedsrichter Lee Jung-Taek die Gelbe Karte. Sechs Minuten später stand er auf der Bank. Gimcheon stand nur noch zu zehnt und liess sich nicht beirren. Die Gastgeber bauten ihren Vorteil nicht aus, sondern verteidigten das Ergebnis, das sie gar nicht brauchten, um nicht zu verlieren.
Zehn Minuten später folgte die zweite Gelbe für Kim Min-kyu. Danach kamen die Substitutionen wie aus einem Guss. In der 74. und 75. Minute brachte Pohang gleich vier Spieler für die Schlussphase. Hong Yun-sang kam in der 84. Minute ins Spiel. Gimcheon reagierte nicht mehr mit gleichen Massnahmen — das Spiel war bereits entschieden.
Die Tabelle spricht für sich. Pohang liegt mit 28 Punkten auf Platz vier, Gimcheon mit 17 auf Rang elf. Die Heimniederlage gegen Cheongbuk Motors am 5. September endete mit diesem Unentschieden in etwas, das man als Punktgewinn bezeichnen kann. Die Negativserie war beendet, auch wenn sie eigentlich keine war.
Was bleibt, ist ein Match, das über Episoden lief, nicht über Minuten. Drei- oder vier Schlüsselmomente entscheiden ein Spiel, der Rest ist Hintergrund. Dieses Mal war der Hintergrund laut, aber das Ergebnis blieb still.