Am Freitagabend besiegte der FC Betis den Real Madrid mit 1:0 in der vierten Runde der La Liga. Das Spiel fand im Estadio la Cartuja statt, und der Sieg war ein bisschen wie eine kleine Überraschung, wenn man die Zahlen ansieht. Nebenbei: Betis lag vorher auf dem siebten Platz, der Real auf dem zweiten.
Die entscheidende Minute war die 81. Troy Parrott schoss und das Tor fiel. «Und dann» — so etwas passiert nicht alle paar Tage. Der Ball kam in den Strafraum, und Parrott war da, wo er sein musste. Vorher hatte der Real die Partie im Griff gehabt, aber Tore schreibt man nur, wenn sie auch rein gehen.
Interessant wird es, wenn man die Statistiken heranzieht. Der Real hatte 58 Prozent Ballbesitz, 3.16 Expected Goals, sieben große Chancen. Betis: 0.96 Expected Goals, eine große Chance. Der Real schoss achtmal aufs Tor, Betis fünfmal. Aber ein 1:0 ist ein 1:0, egal wie viele Bälle in die Luft fliegen.
In der Schlussphase kam noch Drama dazu. In der 89. Minute wurde ein Tor von Carlos Espí mit VAR zurückgenommen. Dann verpasste Kylian Mbappé in der 90. Minute den Elfmeter. «Und dann» — solche Momente entscheiden Spiele, nicht die Passquoten.
Nach dem Spiel steht Betis mit sechs Punkten auf dem siebten Platz, der Real hat neun Punkte und liegt auf dem zweiten Platz. Drei Spiele waren es bisher für beide. Der Real war besser im Spiel, aber besser im Spiel bedeutet nicht automatisch besser im Ergebnis.