Am Freitagabend in der MLB regular-season stand der Red Sox ein klares Ergebnis zu Buche: 5:1 gegen die Kansas City Royals. Zwei Tage zuvor hatte die Begegnung noch einen anderen Ausgang genommen, als die Royals mit 3:2 davonkamen. Und dann änderte sich die Rechnung innerhalb von vierundvierzig Stunden.
Die Royals kamen gut in die Partie, das hatten sie am Vortag bereits gezeigt. Doch interessant wird es, wenn man betrachtet, wie sich das Spiel entwickelte. Die Gastgeber fanden früher ihre Rhythmus, während die Gäste sich zunehmend zurückzogen. Nebenbei fiel auf, dass die Royals nicht mehr so früh durch waren wie am Vortag.
Was die Statistik verrät: fünf Runs für Boston, einer für Kansas City. Das Verhältnis zeigt, wer die Initiative hielt. Die Royals leisteten sich zu viele Fehler, wenn sie sich Chancen ausbaute. Und dann kam der Moment, an dem die Partie entschieden war – nicht durch einen einzelnen Play, sondern durch die Summe der Kleinigkeiten.
Nacht für Nacht sah es anders aus. Am 9. September gewannen die Royals gegen Arizona, einen Tag später verloren sie bei den Red Sox. Interessant wird es, wenn man den Vergleich zieht: dieselbe Mannschaft, anderer Verlauf. Die Royals brachen nach den Gegentoren ein, während die Red Sox liessen sich nicht beirren.
Was das für die Tabelle bedeutet, lässt sich noch nicht klar sagen. Die Royals beendeten die Negativserie vom Vortag – nur um sie am nächsten Abend neu zu beginnen. Die Red Sox zeigten, dass sie jederzeit einen Gang zulegen können. Nebenbei sei angemerkt: fünf Runs in einem Spiel sind kein Zufall, sondern das Ergebnis von Struktur.