Am Samstagabend traf Slavia Praha im Rahmen der fünften Runde der tschechischen Liga auf Bohemians 1905. Das Spiel endete 2:2, nachdem die Gastgeber lange Zeit das Geschehen bestimmten, die Gäste aber nicht einfach aufgaben. Und dann kam es, wie es kommen konnte.
Mubarak Suleiman eröffnete die Partie in der 23. Minute, kurz darauf glich Ladislav Almási in der 30. Minute aus. Slavia hielt den Ball, Bohemians wartete. Nebenbei zeigten beide Seiten Temperament: Almási und Suleiman erhielten gelbe Karten, Smrž folgte in der 67. Minute. Die Auswechslungen begannen bereits in der 54. Minute, als Toumani Diakite und Tomáš Holeš für Slavia auf den Rasen kamen.
Erst in der 75. Minute ergab sich eine klare Situation: Tomáš Chorý brachte Slavia wieder in Führung. Bohemians suchte den Ausgleich, fand ihn in der 89. Minute durch Roman Kvet. Interessant wird es dann, als Ange N'Guessan in der 90. Minute einen Treffer erzielte, der jedoch wegen Abseits nicht gezählt wurde. Die Schiedsrichter prüften, entschieden, der Ball blieb im Netz der Gastgeber.
Die Statistik spricht für Slavia: 61 Prozent Ballbesitz, 79 Angriffe, elf Ecken, 22 Schlüssel passes. Aber 19 Schüsse im Strafraum und nur sieben ins Tor – die Quote ist gestiegen, doch der Lohn blieb aus. Bohemians mit 39 Prozent Besitz, 72 Angriffe und elf Ecken erschöpfte sich in der Defensive. 37 Freiräume, 19 Balleroberungen, doch drei große Chancen standen gegen drei. Die Gäste hatten weniger Ball, aber mehr Präzision: zwei Treffer aus zwei Treffern.
Slavia bleibt an der Spitze mit vierzehn Punkten nach sechs Spielen, vier Siege, zwei Unentschieden. Bohemians liegt auf dem elften Platz mit sechs Punkten nach fünf Begegnungen. Ein Remis, das keine Seite enttäuscht, aber auch keine befriedigt. Und dann geht es weiter.