Am Samstag, den 6. September 2026, traf Transinvest Vilnius in der 30. Runde der A Lyga auf Sūduva Marijampolė. Die Gäste gewannen mit 2:1 und verlängerten ihre Positive-Serie. Nebenbei: Transinvest hatte zuvor mit 3:0 gegen Šiauliai gewonnen — einen Tag vor diesem Spiel. Und dann kam der Moment, in dem die Gastgeber den Ball nicht mehr halten konnten.
Xabi Auzmendi erzielte in der 59. Minute das Führungstor für Sūduva. Zuvor hatte R. Sveikauskas bereits in der 19. Minute eine Gelbe Karte gesehen. Interessant wird es, wenn man betrachtet, dass Transinvest nur 37 Prozent Ballbesitz hatte und dennoch drei Treffer zuließ. Die Gastgeber zückten mehrfach Gelb, doch das änderte nichts an der Tatsache, dass Sūduva die besseren Chancen verwertete.
In der zweiten Halbzeit setzte Sūduva mehrere Wechsel ein — H. Tanaka, R. Grigalava und I. Seck kamen ins Spiel. In der 90. Minute glich T. Lucky aus, doch wenig später entschied A. Sabo in der Nachspielzeit das Spiel. Transinvest stand falsch und spürte den Druck. Die Gäste brachten es über die Zeit, während die Gastgeber keine Antwort mehr fanden.
Die Statistik zeigt ein klares Bild: Sūduva führte mit 63 Prozent Ballbesitz und 131 Angriffen, Transinvest mit 37 Prozent und 84 Angriffen. Beide Teams schossen je drei Treffer aufs Tor, doch die Gäste waren effizienter. Interessant wird es besonders, wenn man bedenkt, dass Sūduva nur 16 Prozent Schussgenauigkeit hatte — und trotzdem zwei Tore erzielte.
In der Tabelle bedeutet das Ergebnis für Sūduva den ersten Platz mit 48 Punkten nach 25 Spielen. Transinvest bleibt auf Platz vier mit 39 Punkten nach 26 Partien. Die Gäste haben ein Spiel weniger absolviert und liegen damit punktgleich an der Spitze. Für Transinvest ist es der neunte Sieg in Folge für Sūduva — die Gastgeber beendeten keine Negativserie, sondern verloren erneut.
Wir hatten den Sieg der Gäste mit 48 Prozent Wahrscheinlichkeit vorhergesagt. Und dann traf es ein. Nicht weil Transinvest schlecht war, sondern weil Sūduva in den entscheidenden Momenten treffsicherer war. Das ist kein Zufall — das ist Taktik.