In der zwanzigsten Runde der Premier-Liga setzte sich Astana mit 2:0 gegen Ulytau durch. Beide Tore fielen durch Marin Tomasov, der in der elften und in der Nachspielzeit traf. Die Gäste blieben in Almaty ungeschlagen und festigten damit ihre Position im oberen Tabellendrittel.
Es war eine ruhige Anfangsphase, und dann fiel die Entscheidung schon früh. Tomasov nutzte eine Lücke in der Defensive und schob den Ball ins Netz, bevor die Gastgeber richtig in das Spiel kamen. Ulytau versuchte, sich zu orientieren, aber nebenbei kamen die ersten Gelben Karten auf dem Platz zusammen.
Kishi und Islamkhan erhielten ihre Verwarnungen, Harada folgte kurz danach. Tomasov selbst wurde in der 38. Minute verwarnt — interessant wird es, wenn man betrachtet, wie ein Spieler zwei Tore schießt und trotzdem auf dem Platz bleibt. Ulytau fand nie ins Spiel, überliessen dem Gegner den Ball und reagierten zu spät auf die Veränderungen.
Irgendwann in der zweiten Halbzeit sah man die Substitutionen. Harada, Islamkhan, Kishi — Ulytau suchte nach Impulsen, aber der Wechsel stockte. In solchen Spielen zählt die Tabelle nicht, nur das Ergebnis. Und das stand bereits nach der ersten Stunde fest.
Die Statistik zeigt, was man sah. Astana hatte 138 Angriffe gegenüber 115 der Heimmannschaft, vier Treffer aufs Tor bei nur einem für Ulytau. Die Ballbesitzverteilung lag bei 53 zu 47 Prozent, aber viele Schüsse ohne Konsequenz bedeuten, dass die Chancen verpasst wurden. Ulytau hatte fünf Schüsse daneben, Astana sieben — doch nur die vier aufs Tor zählten.
Astana steht nun auf dem dritten Platz mit 45 Punkten nach 23 Spielen. Ulytau liegt mit 31 Punkten auf Rang acht. Die Gastgeber haben 24 Spiele absolviert, neun verloren, und die Lücke zum Gegner wird in dieser Saison kaum noch schliessbar sein.
Tomasov wurde in der 91. Minute ausgewechselt — nach zwei Toren, nach einer gelben Karte, nach einer Stunde, in der er das Spiel bestimmte. Das ist kein Zufall, das ist Arbeit. Und wenn man genau hinsieht, sieht man, dass solche Spiele nicht durch Zufall entschieden werden.