Wolfsburg und Osnabrück trafen in der dritten Runde der 2. Bundesliga aufeinander, das Spiel endete 0:1. Der Sieg ging zum Voniwia Rurastadion, wo die Gäste in der 4. Minute durch I. Badjie führten. Interessant wird es dann, wenn man sich ansieht, wie wenig aus der Überlegenheit der Gastgeber wurde.
Badjie traf nach vier Minuten, das war das einzige Tor. Adrian Beck hatte in der 42. Minute noch eine Chance, die per VAR gestrichen wurde. Nach der Pause kamen mehrere Karten: Kammerbauer und Meyer in der 45. und 49. Minute, Badjie in der 64., Wiemann in der 72., Hofmann in der 86., Raimund und Pannewig jeweils in der 90. Minute.
Die Gastgeber dominierten den Ball, das zeigt die Statistik. 66 Prozent Besitz, 192 Angriffe, 13 Key Passes. Osnabrück hatte 34 Prozent, 85 Angriffe, 7 Key Passes. Doch die Zahlen täuschen: Wolfsburg schoss 13 mal, 10 daneben, 1 aufs Tor. Osnabrück traf zweimal, beide ins Ziel. Nebenbei zeigt die xG: 1,37 gegen 0,52, aber das Ergebnis sagt mehr als die Rechnung.
Beide Mannschaften wechselten mehrfach. In der 60. Minute kam B. Taz für T. Meyer, in der 65. wurde Kammerbauer ausgewechselt. Zwei Substitutionen in der 66. Minute: Munst und Badjie. Olsen und Holtmann folgten in der 79. und 82., Beck trat in der 86. Minute ein. Die Trainer versuchten, den Lauf der Dinge zu beeinflussen, doch der Match ging über Episoden, nicht über Taktikwechsel.
In der Tabelle steht jetzt nichts Neues. Wolfsburg bleibt auf Platz elf, Osnabrück auf vierzehn. Beide haben nach drei Spielen drei Punkte, ein Sieg, zwei Niederlagen. Was sich ändert, ist die Stimmung. Wolfsburg wartet seit dem 0:1 gegen Berlin auf einen Sieg, Osnabrück hat die Serie von Niederlagen unterbrochen. Und dann bleibt die Frage, warum so viel Ballbesitz nicht genügt.