WXV Global Series: Streit um kleineren Ball im Frauen-Rugby
Ab Samstag testen die zwölf besten Nationen bei der WXV Global Series einen 3% kleineren Ball – Spielerinnen wie Ellie Kildunne und Zoe Harrison sind gespalten.
Der kleinere Ball, mit dem in der WXV Global Series getestet wird, sorgt vor dem Start am Samstag für geteilte Reaktionen. Anstelle der sonst im Rugby üblichen Größe 5 spielen die Frauen mit einem Ball der Größe 4,5 – gleiches Gewicht, aber 3% kleiner. World Rugby will damit prüfen, ob ein kleinerer Ball dem Skillset der Spielerinnen entgegenkommt, nachdem Versuche im Nachwuchsbereich und in der Sevens World Series positiv ausgefallen waren. Nun wird erstmals auf Testmatch-Ebene getestet, bei den zwölf besten Nationen der Weltrangliste, die von Samstag an Hin- und Rückspiele austragen. Einen Pokal gibt es am Ende nicht, die Rückmeldungen der Spielerinnen sollen nach Turnierende Ende Oktober an den Verband gehen.
Die englische Schlussfrau Ellie Kildunne sieht die Debatte gelassen.
"We won a World Cup with a size five so it can't have been that bad."
Ihre Landsfrau, Fly-Half Zoe Harrison, hatte den Testlauf dagegen als "worst decision ever" bezeichnet, als bekannt wurde, dass er ausgerechnet im Länderspielbetrieb stattfindet.
Differenzierter äußert sich die walisische Hakerin Kelsey Jones.
"Everyone is obviously going to have their opinion and when it came out that we were going to do it on an international stage, I was like: 'Why would we do that?' Obviously already we are trying to grow the game and get people to watch and then we throw in a different size ball in there as well."
Zahlen sprechen bislang nicht zwingend für einen Änderungsbedarf: Bei den Women's Six Nations 2025 lag die Erfolgsquote bei Einwürfen bei 87,8%, bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr trafen Kickerinnen mit dem alten Ball in 61% der Versuche.
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