Prem ändert Schiedsrichter-Linie: Rückenwind für Steve Borthwick
Die Prem passt ihre Regelauslegung bei Abseitslinie und Gedränge an den Länderspielbetrieb an. Das soll Englands WM-Vorbereitung unter Steve Borthwick helfen.
Die Prem legt ihre Schiedsrichter-Linie für die kommende Saison näher an den Länderspielbetrieb. Wie The Guardian schreibt, haben sich die Beteiligten auf mehrere Auslegungen der Regeln geeinigt, die das Spiel im Klub dem internationalen annähern sollen. Steve Borthwick soll davon bei der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr in Australien profitieren.
Anders gepfiffen werden künftig die Abseitslinie und das Gedränge, genauer das Gesetz zum Bremsfuss. Die Zeitung hält fest, dass die Einigung im Zusammenhang mit der erstmals formell fehlenden Abstiegsregelung in der Prem zustande kam.
Borthwick hatte früher bemängelt, dass der Ruck (Breakdown) in der Prem anders geleitet wird als international. Dort wird weniger um den Ball gekämpft. Der Ruck war in Englands Six-Nations-Kampagne wiederholt ein Problem. Die vier Tests zwischen Südafrika und Neuseeland im Sommer zeigten, mit welcher Härte Spitzenteams diesen Bereich bestreiten.
Laut The Guardian traf sich Borthwick im vergangenen Monat mit den Rugby-Direktoren. Das Schiedsrichterteam des Verbands RFU stellte dabei die vorgesehenen Auslegungen vor.
Englands Gedränge hat sich seit Borthwicks Amtsantritt unter Assistenztrainer Tom Harrison deutlich verbessert. Südafrika, Sieger der vergangenen beiden Weltmeisterschaften, bleibt in diesem Bereich aber dominant. Es war auch entscheidend für den Seriensieg gegen Neuseeland. Karl Dickson, einer der Profi-Schiedsrichter der RFU, pfiff dort den All-Blacks-Hooker Codie Taylor zweimal wegen Bremsfuss.
Falls die neuen Auslegungen im Ligaalltag konsequent durchgesetzt werden, könnte das England helfen, Gedränge und Ruck unter Wettkampfbedingungen zu üben. Ob das gegen Südafrika genügt, bleibt offen.
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